Bösel - Kinder können ein stärkeres Selbstbewusstsein bekommen, wenn sie einen starken Freund an der Seite haben. Das Findus-Projekt in Bösel bietet Kindern einen Paten, mit dem sie über Sorgen sprechen können. Die Idee dahinter: manchmal gelingt mit Paten, was in der Familie nicht so leicht funktioniert.
Im Sommer 2017 startete das Projekt der Pfarrgemeinde Bösel sowie des Caritas Sozialwerks. „Es läuft jetzt sehr gut mit einer kleinen Gruppe“, freut sich Projektleiter Herbert Bley.
Momentan würden fünf Kinder durch das Findus-Projekt betreut. Sie besuchten alle die dritte oder vierte Klasse und fühlten sich in der Gesellschaft ihrer Paten wohl. Während der zwei Stunden pro Woche seien sie rundum glücklich und zufrieden. Bisher nähmen fünf Jungs und fünf Frauen am Projekt teil. „Wir hätten aber auch gern einen Mann im Team“, sagt Bley. Viele hätten kritisiert, Findus sei ein weiteres Projekt, das nur Migranten zu Gute komme. „Wir haben keine Kinder mit Migrationshintergrund bei uns. Hätte sein können, ist aber nicht so.“
In den zwei Stunden, in denen sich Pate und Kind in der Gemeinde treffen, lernten sie Strukturen kennen, lernten Selbstbewusstsein und Vertrauen. Das könne auch in der Schule helfen, findet Bley. „Bei einem Kind fallen die Arbeiten schon besser aus. Die Vermutung liegt nahe, dass das durch das Projekt gekommen ist. Das Kind ist selbstsicherer geworden und ist gedanklich nicht so zerstreut“, sagt Herbert Bley und beruft sich auf Aussagen der Schule. Hausaufgaben würden aber nicht mit den Paten gemacht, die Erfolge in der Schule sind nicht Hauptziel des Findus-Projekts.
„Wenn es so weiter geht wie jetzt, sieht es gut aus“, sagt Bley. Gerne sehe er bei Findus noch mehr Paten und noch mehr Kinder – bisher hätte der Andrang von beiden Seiten genau gepasst – nach einer mühsamen Paten-Suche. Der Aufwand für die Paten sei gering, der Spaß groß. „Zwei Stunden pro Woche und der Pate bestimmt die Zeit. Wie ich aber höre, wird das sehr flexibel gehandhabt.“
Es werden noch Paten ab 18 Jahren gesucht. „Ein paar jüngere wären uns ganz lieb, gern aus dem landwirtschaftlichen Bereich“, sagt Herbert Bley. Das gebe zusätzliche Anknüpfungspunkte. Wer an dem Projekt teilnehmen oder sein Kind mit einem Paten zusammenbringen möchte, kann sich unter
