BöSEL - „Die Nutella-Werbung mit den deutschen Fußballern ist Quatsch. Ein richtiger Sportler würde so viele Süßigkeiten gar nicht essen.“ Das hat die elfjährige Anne am Montag in der Schule gelernt. Und sie fügt hinzu: „Man sollte nicht zu viel Schokolade essen. Die enthält zu viel Zucker. Ich esse da lieber einen Obstspieß“, sagt die Fünftklässlerin der Haupt- und Realschule Bösel mit gebotener Ernsthaftigkeit.
Und dem lässt sie Taten folgen: Zusammen mit ihren Mitschülern bedient sie sich an einem großen Frühstücks-Büfett im Klassenzimmer. Es gibt Körnerbrötchen – belegt mit fettarmer Wurst oder Käse und große Obstspieße mit Bananenstücken, Weintrauben und frischer Ananas. „Smart Food statt Fast Food“ steht auf dem Unterrichtsplan für die fünften Klassen. Dafür sind Christin Lemkau und Andrea Gahler, beide Ökotrophologinnen bei der Allianz Deutschland AG zu Gast, um den Jungen und Mädchen die Prinzipien gesunder Ernährung zu erklären.
„Milch und Käse stärken die Knochen und die Zähne“, hat Sandra (11) gelernt. „In Milch ist viel Kalzium drin. Das ist gut. Ich trinke morgens immer Milch“, fügt die zehnjährige Sofie hinzu. Tobias, elf Jahre alt, zieht den Vergleich zum Auto: „Morgens muss man Energie tanken – wie ein Auto an der Tankstelle, damit man funktioniert.“
Anhand der Ernährungspyramide erläutern die Referentinnen den Schülern, wie sie sich gut ernähren können. Dabei stellen die Frauen fest: „Die Kinder auf dem Land wissen besser über Essen Bescheid als Kinder aus der Großstadt“, so Christin Lemkau: „Fragt man da nach deren Lieblingsessen, wird meistens nur Fast Food genannt. Das ist hier anders.“
