BöSEL - Ein halbes Jahrhundert ist es nun her, als sie aus der katholischen Volksschule Bösel entlassen worden sind. Zeit genug, um sich einmal wieder zu einem Klassentreffen zu versammeln. Bereits 30 und 44 Jahre nach ihrer Schulentlassung hatten sich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler wieder getroffen.
Clemens Nording. Paula Kleymann, Erna Frerichs, Walter Otto und Gerhard Höffmann hatten diesmal das Wiedersehen organisiert. Am Nachmittag stand zunächst ein interessantes Besichtigungsprogramm an. So lernten die „Schüler von damals" das neue Rathaus kennen. Schulleiter Hans Werner führte die Gruppe durch die St.-Martin-Schule. Ein Teil dieser Schule ist die ehemalige Volksschule gewesen. Interessant waren hier für alle die neuen Räumlichkeiten im „langen Jammer“, die kürzlich erst fertig gestellt worden sind. Durch die Haupt- und Realschule und durch die neue Mensa führte dann mit großem Vergnügen Rektor Herbert Bley.
Abends stand gemütliches Beisammensein auf dem Programm. Viele Erinnerungen tauschten dann die 27 Klassenkameraden aus. Und da kam auch so manches wieder ans „Tageslicht“. Etwa der Lehrer, der eine „Einstiegshilfe“ an sein Fahrrad montiert hatte, um so leicht sein Fahrrad zu besteigen. Die wurde des Öfteren mal gelockert und zog so manchen „Lehrerfall“ nach sich. Auch was „Dreiviertel-eins" bedeutete, daran konnten sich viele erinnern. Das hieß nämlich Nachsitzen bis Viertel vor zwei. Und wenn im Winter verbotenerweise einmal eine Eisfläche nach Schulschluss betreten wurde und ein Lehrer die Schüler dabei erwischte, hieß es schnell Reißaus nehmen. „Dabei blieb dann auch so mancher Schulranzen auf dem Eis oder der Wiese", erinnert sich Gerhard Höffmann. Auch an seine Noten zum „Verhalten in der Schule" erinnert sich Höffmann noch. Die ersten vier Jahre seine jeweils „sehr gut" gewesen, danach ging es aber rapide bergab.
