Bösel - Mit viel Spaß Englisch lernen und dabei kreativ sein – das ist das Ziel des Projekts „Native Speaker Week“, das nun mit den Schülern der siebten Klassen an der Oberschule Bösel umgesetzt wurde. „Es geht um das natürliche Lernen ohne Notendruck. Die Schüler haben Spaß dabei und stellen fest ’Ich kann das!’“, fasst Initiator und Lehrer Stefan Willmer zusammen.
Tanz und Liederschreiben
„Besonders viel Spaß gemacht haben die Spiele in der Sporthalle und das Zeichnen“, hebt Malin hervor. Ihre Mitschülerin Viktoria fand vor allem das Tanzen und Liederschreiben toll. Und wie sieht es mit den Sprachkenntnissen aus? „Wir sind jetzt sicherer in Englisch und können die Sprache besser sprechen“, sagen Laura und Lena. Gemeinsam mit ihren Mitschülern präsentierten die Mädchen am Freitagnachmittag in der Schulaula, was sie während des Englisch-Projekts gelernt hatten.
Unter anderem wurden selbst geschriebene Lieder gesungen, getanzt und Sketche aufgeführt. Die Geschichte von den vier Männern, die nach Grönland auswanderten, oder von den Fußballtalenten, die eine Talentshow-Jury mit ihrem Können beeindrucken wollten, sorgten dabei für Lacher aus dem Publikum. Für ihre tolle Leistung bekamen die Siebtklässler abschließend viel Applaus von ihren Mitschülern und Eltern.
Beim „Native-Speaker“-Projekt der Bildungsorganisation „Interact English“ brachten drei englische Muttersprachler den Siebtklässlern die englische Sprache mit viel Spaß und Kreativität näher. Denn: „Die Schüler sollten mit Freude und Gesang ins zweite Halbjahr starten“, so Willmer.
Sarah McInerney (Ohio, USA), Eddi Argos (Großbritannien) und Kathy Fleurissant (New York, USA) betreuten die 48 Schüler dabei klassenübergreifend in Kleingruppen zu verschiedenen Themenfeldern. Auf dem Plan standen zum Beispiel Tanz, das Schreiben eigener Lieder und das Comic-Projekt „My Superhero“. Aber auch englische Sprach- und Sportspiele wie „Capture the flag“ wurden angeboten.
Beim „Meet and Greet“ konnten die Schüler die drei Muttersprachler besser kennenlernen und Fragen über ihre Herkunft, Land und Leute oder Kultur stellen. Und das alles natürlich auf Englisch. „Es waren drei ganz unterschiedliche Charaktere. Das fanden die Schüler gut“, berichtet Willmer. Schließlich hatten Sarah McInerney (28) als Singer-Songwriterin, Kathy Fleurissant (36) als Tänzerin und Eddi Argos (40) als Sänger der Punkband „Art Brut“ völlig verschiedene Interessen, Talente und Aufgabenfelder.
Projekt gerne etablieren
„Es war schön zu sehen, wie gut die Schüler die Native Speaker Week angenommen haben“, fasste Willmer zusammen. Gern würde er das Projekt an der Oberschule etablieren. Ganz ohne Hilfe geht das aber nicht: „Wir sind unseren Sponsoren sehr dankbar“, so Willmer. Der Verein „Zusammen in Bösel“, das Moorgut Kartzfehn und die Marius-Eriksen-Stiftung Oldenburg hatten das Projekt finanziell unterstützt, so dass die Schüler nur einen kleinen Eigenbeitrag leisten mussten.
