Bösel - Für ein faires Miteinander setzt sich der Böseler Weltladen ein – und das erstreckt sich auch auf den Handel. Weltläden verkaufen fair gehandelte Waren aus Entwicklungsländern und informieren die Öffentlichkeit über die Produkte, die Besonderheiten des Herkunftslandes, die Menschen, die sie erzeugen. In Bösel setzt sich der „Weltladen“, der sich früher „Eine Weltladen“ nannte, seit 20 Jahren für fairen Handel ein. Der Weltladen Bösel ist zu einer festen Einrichtung im Ort geworden und viele unterstützen die Arbeit des mehrköpfigen Teams. Der Weltladen gehört zur Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) Bösel.

In einer Feierstunde blickte nun Ursula Schmolke auf die Anfänge zurück. Die Idee zur Gründung war durch einen Besuch von Mechthild Eilers und Agnes Leser gewachsen. Beide besuchten eine Veranstaltung der KFD in Mainz, wo solche Projekte vorgestellt worden waren. „So etwas können wir auch in Bösel machen“, waren sich beide einig.

Als Gründungsmitglieder kamen Karin Thoben, Birgit Robke, Claudia Witte, Agnes Wessels, Irmgard Meyer, Elisabeth van Zadel und Maria Lanfermann dazu. Den ersten Standort hatte der Weltladen in einem kleinen Raum im Pfarrheim. Inzwischen befindet er sich in den Räumlichkeiten der Katholischen Öffentlichen Bücherei an der Fladderburger Straße.

Verkauft werden Produkte aus der sogenannten Dritten Welt. „Sie werden zu fairen Preisen und für gerechte Löhne gekauft“, erklären Ursula Schmolke und Agnes Wessels. Zu der großen Angebotspalette des Weltladens gehören unter anderem Kaffee, Tee, Schokolade, Honig, Korbwaren, Wein, Geschenkartikel und vieles mehr. Viele „Stammkunden“ kommen gerne und regelmäßig in den Laden. Auch die Pfarrer der Gemeinde haben den Weltladen stets unterstützt.

Die Frauen des Weltladens sind auch auf vielen Veranstaltungen vertreten. So zum Beispiel auf Elternsprechtagen, im Kindergarten, auf dem Bauern- und dem Weihnachtsmarkt, im Kindergarten oder auf Ausstellungen. Jeweils am Misereorsonntag bieten die Frauen des Weltladen-Teams eine Suppenküche an gegen einen freiwilligen Obolus.

Mit dem Erlös dieser Aktionen und aus dem Weltladen wird seit Jahren das Projekt „Hogar San Rafael“ unterstützt – ein Projekt für Straßenkinder in Honduras. Dass man das Engagement der Frauen in Bösel schätzt, zeigt auch, dass sie bereits mehrfach beim Erlös des Benefizessens von Martin Pille bedacht worden sind.

Geöffnet ist der Weltladen jeweils sonntags von 11 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 16 bis 17 Uhr. 20 Jahre haben die Frauen ihr Kind „Weltladen“ gepflegt und freuen sich auf viele weitere Jahre.