BöSEL - Unter dem Motto „Teetied för Grotöllern“ gab es am Dienstagnachmittag plattdeutsche Aufführungen von den Grundschülern der Böseler St.-Martin-Schule. Die Veranstaltung war ein Beitrag zum Plattdeutschen Jahr in der Gemeinde.
Die Kinder unterhielten ihr Publikum, welches aus Großeltern und Eltern bestand, mit unterhaltsamen Liedern wie beispielsweise „Ick schnack platt, du schnackst platt“, und mit spannenden Geschichten wie „Wo hess du“, oder „Dei Kanarienvogel“. Mitraten durfte das Publikum bei einem Rätsel: Die Akteure fragten, geantwortet werden durfte nur auf Plattdeutsch.
Sketche wie die „Räkenstunde“ oder „Erdkunnestunde“ sorgten für Erheiterung. In Anlehnung an die Bremer Stadtmusikanten gab es ein Schauspiel und das Gedicht mit dem Titel „Ick frei mir, dat ick Plattdütsch kann“ wurde vorgetragen.
Rektor Hans Werner legt großen Wert darauf, dass seine Schüler die plattdeutsche Sprache lernen. „Bei uns wird auch im Alltag in den Klassen immer mal wieder auf Plattdeutsch gesprochen.“ Aufgrund des plattdeutschen Jahres gebe es an der Schule großes Interesse an der Sprache. „Wir haben eine zweite Plattdeutsch Arbeitsgemeinschaft gegründet. Zusammen nehmen jetzt 35 Kinder daran teil“, so der Rektor weiter.
Unter den Gästen wurden Gerd Höffmann vom Böseler Heimatverein, Josef Willer von der Borsla Vereinigung und der stellvertretende Bürgermeister Ludger Beeken begrüßt.
„Es ist schön zu sehen, dass unter den Kindern Plattdeutsch gesprochen wird und die Sprache somit nicht ausstirbt“, freute sich Agnes Bley, die ihrem Enkelkind auf der Bühne zusah. Auch Maria Primus zeigte sich begeistert. „Es ist schön, mal wieder hier sein zu dürfen. Das erinnert an alte Zeiten, und früher sind wir mit Plattdeutsch groß geworden.“ Auch unter den Kindern spielt die Sprache eine große Rolle. „Meine Oma und mein Opa haben mir die Sprache beigebracht. Ich spreche gerne Plattdeutsch, da es eine andere Sprache ist“, so der achtjährige Jannik. Auch die neunjährige Lisa Marie hat Platt bei ihren Großeltern gelernt: „Immer Hochdeutsch sprechen ist langweilig, da rede ich gerne mal auf Platt“.
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