Bösel - Seit 25 Jahren organisiert der Verein „Hilfe für Tschernobyl“ eine Kindererholung im Landkreis Cloppenburg. Aufgrund des Jubiläums fand nun ein ganz besonderes Treffen beim Florianwald in Bösel statt. 25 „Kinder“ und Betreuer aus den vergangenen zehn Jahren sind in dieser Woche zu Gast.

Herzliche Umarmungen, lachende Gesichter und gute Gespräche: Die ersten Begegnungen an der Florianhütte mit den Gasteltern der ehemaligen Tschernobyl-Kinder, den Frauen, die wöchentlich Hilfspakete packen, Teilnehmern der humanitären Transporte und dem Team um die Organisatoren Ludwig Wreesmann und Gregor Möller-Reemts machten Lust auf einen tollen Grillabend. Hierfür hatte Franz Rielmann mit seinem Team alles vorbereitet. Sie servierten leckere Köstlichkeiten.

Die Gäste aus Weißrussland hatte und haben in dieser Woche so einige Punkte in ihrem Programm. In einem Workshop in der Katholischen Akademie Stapelfeld hinterfragte die Gruppe etwa, ob die Ferienaufenthalte in der vergangenen Zeit ihr weiteres Leben beeinflusst hätten.

Eine Kombi-Tour mit dem Fahrrad und dem Paddelboot steht für Donnerstag auf der Agenda und für Freitag ist ein Ausflug nach Bremen geplant. Dort geht es mit einem Schiff auf eine Weser- und Hafenrundfahrt. Nicht fehlen darf eine Fahrt mit der Museumseisenbahn. Diese steht am Samstag an. Am Sonntag geht es für die Gäste dann wieder zurück in die Heimat.

Ein Wermutstropfen am Ende bleibt: Nach 25 Jahren endet die Kindererholung des Vereins „Hilfe für Tschernobyl“, da nicht mehr genügend Gasteltern gefunden werden können.

Die humanitären Transporte nach Retschiza und Gomel in Zusammenarbeit mit dem weißrussischen Roten Kreuz laufen weiter – im nächsten Jahr ebenfalls zum 25. Mal.