BöSEL - Klaudia Nordenbrock und Gjelal Ahmeti können stolz sein. Sie haben den Kampf mit den Buchstaben, Wörtern und Sätzen gewonnen: Sie sind die besten Leser der Haupt- und Realschule Bösel.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels lobt alljährlich einen Lesewettbewerb aus. Bundesweit sind alle Sechstklässler aufgerufen, um die Wette zu lesen. Das Motto: „Alle mal herhören!“
Ein Kampf mit den Buchstaben, Wörtern und Sätzen ist es gar nicht gewesen. Der Deutschlehrer Gerd Wieben ist zufrieden: „Alle haben sich unglaublich Mühe gegeben.“
Die elfjährige Klaudia Nordenbrock aus der Realschulklasse 6Ra und der zwölfjährige Gjelal Ahmeti aus der Hauptschulklasse 6a und ihre Klassenkameraden mussten beim Lesen am Dienstagmorgen eher mit der Aufregung kämpfen. Und es hat geholfen. Die Schüler lasen konzentriert. „Ich habe vorher viel geübt“, sagt Gjelal. „Und mir in meinem Zimmer selbst vorgelesen.“ Klaudia dagegen hat vor Publikum geübt: „Ich habe praktisch jedem vorgelesen, der zu Hause war.“ Für die acht Schüler der Endrunde hat sich der Einsatz gelohnt. Vom Börsenverein gibt es eine Urkunde und von der Schule ein Buch.
Im Februar geht es dann in Stapelfeld auf Kreisebene weiter. Mit etwas Glück schafft es einer von beiden ins Bundesfinale. Die beiden Bundessieger werden schließlich als Jurymitglieder zum nächsten Finale eingeladen. Ihre Schulen gewinnen einen Bücher-Scheck über 50 Euro, den Wanderpokal sowie den Besuch einer Schriftstellerin oder eines Schriftstellers. Doch soweit ist es noch nicht.
Wieben zieht eine positive Bilanz: „Viele Schüler sind sehr motiviert. Das ist für sie einmal eine ganz andere Art, sich zu präsentieren.“ Die acht Klassenfinalisten zeigten vor ihren rund 80 Mitschülern, dass nicht kämpfen mussten. Sie lasen ihre Texte flüssig. Am Ende hat sich die Jury – bestehend aus Herbert Bley, Margaretha Tholen, Sabine Hempen und Benno Grafe – für Gjelal und Klaudia entschieden.
Gjelal Ahmeti und Klaudia Nordenbrock haben übrigens aus ihren aktuellen Lieblingsbüchern gelesen. Klaudia hat aus dem Buch „Mathe, Stress uns Liebeskummer“ von Irene und Hans-Günther Zimmermann gelesen und Gjelal aus Moya Simons „Alles klar, Danny Thompson“.
