Bösel/Wittenheim - Dass Frankreich immer eine Reise wert ist, konnten jüngst zwölf Mädchen und Jungen der Oberschule Bösel erleben. Sie unternahmen einen einwöchigen Schüleraustausch in Wittenheim im französischen Elsass. Damit erfolgte der Gegenbesuch der deutschen Austauschpartner. Die französischen Jugendlichen waren im März in Bösel zu Gast und hatten hier eine Woche ein spannendes Programm erlebt.
Die Böseler Jugendlichen, die seit drei bis vier Jahren an der Oberschule Französisch im Wahlpflichtkursus erlernen, konnten einen eindrucksvollen Einblick in den Alltag ihrer französischen Bekannten erhalten. Viele standen spätestens seit dem Besuch im März in regem Kontakt, vor allem über die sozialen Netzwerke.
Schon die Anreise gestaltete sich abenteuerlich, mussten die Schüler samt ihrer betreuenden Lehrkräfte Elke Ripken und Ulrike Möller doch im Bereich Kaiserslautern wegen defekter Schienen in Schienenersatzverkehr umsteigen. Gleiches galt für die Rückfahrt – und nachdem der Sturm im Schwarzwald gewütet hatte, musste auch dort ein Bus eingesetzt werden. Mit der größeren Reisegruppe eine Herausforderung, zumal die reservierten Sitzplätze längst weg waren. Rund 13 Stunden waren die Böseler auf der Rücktour unterwegs – der Stimmung vor allem der Schüler tat das keinen Abbruch und sie stimmten sogar das ein oder andere Lied an.
In Wittenheim hatte Brigitt Schwartz auf französischer Seite ein informationsreiches Programm erarbeitet. So lernten die Schüler den idyllischen Ort Colmar kennen, besichtigten die im zwölften Jahrhundert erbaute Hohkönigsburg in Orschwiller. Kaiser Wilhelm II., dem diese Burg geschenkt worden war, hatte sie Anfang des 20. Jahrhunderts restaurieren lassen. Auch ein Freilichtmuseum wurde besucht.
Untergebracht waren die Schüler in Gastfamilien. Mit ihnen unternahmen sie ebenfalls am Wochenende einige Ausflüge in die nähere oder weitere Umgebung, etwa in den Europapark nach Rust.
Unterricht bis 17 Uhr, danach noch Hausaufgaben machen, Essen in der Kantine, strenge Lehrer, eingezäuntes und gesichertes Schulgelände: Dass das französische Schulleben sich von dem in Deutschland doch in einigen Bereichen deutlich unterscheidet, konnten die Schüler beim täglichen Schulbesuch erleben.
Dass die Schüler etwas aus dem Austausch mitgenommen haben, davon sind Elke Ripken und Ulrike Möller überzeugt: Einige Vokabeln aus der Umgangssprache wenigstens – und eine Portion Selbstbewusstsein sicherlich auch. Der nächste Austausch soll in zwei Jahren stattfinden.
