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Bildung „Museum als Lehr- und Lernort beleben“

Anke Wöbken

BOHLENBERGERFELD - „Außenstellen sind ganz wichtig für die Volkshochschule.“ Dies hat Hans-Bernhard Eden, Geschäftsführer der Volkshochschule (VHS) und Musikschule Friesland-Wittmund, betont. „Für uns sind sie quasi das Ohr zum Bürger“. Eden begrüßte Elke Schneider im Schulmuseum Bohlenbergerfeld als neue VHS-Außenstellenleiterin in Zetel. Schneider tritt die Nachfolge von Kerstin Engel an, die das Amt aus zeitlichen Gründen aufgab. Als Kursleiterin bleibt sie aber weiterhin für die Volkshochschule aktiv.

Kontakt durch Museumstag

Elke Schneider, wohnhaft in Wiesmoor, war im vergangenen Jahr bereits als Dozentin eines Kurses „Deutsche Schrift“ an der Kreisvolkshochschule in Aurich tätig. Der Kontakt zur VHS Friesland-Wittmund ergab sich in diesem Jahr durch eine gemeinsame Aktion zum Museumstag im Schulmuseum, in dem Elke Schneider seit mehr als zehn Jahren als Museumsassistentin tätig ist. Nun können Interessierte bei ihr beispielsweise am 27. Oktober von 18.30 bis 20.45 Uhr Rechnen mit dem Abakus (Rechenmaschine) kennen lernen, oder ab 3. November die Deutsche Schrift – Sütterlinschrift. Unterrichten wird Elke Scheider im alten Schulraum im Museum.

Als Außenstellenleiterin gehört es jetzt auch zu ihren Aufgaben, Kontakt mit Schulen in Zetel zu halten, in denen VHS-Kurse stattfinden. „Zudem unterstützt sie uns in der Programmplanung“, wie Mechthild Klaus erläuterte, Koordinatorin Erwachsenenbildung in der VHS. „Sie ist die Ansprechpartnerin vor Ort, sie weiß, für welche Themen Interesse besteht, vieles einfach dadurch, dass sie vor Ort ist.“ „Außenstellenleiterin und auch Dozentin – das ist eine tolle Verbindung“, betonte Eden.

Die räumlichen Gegebenheiten des Schulmuseums für Kurse der VHS zu nutzen, begrüßten auch die Programmbereichsleiter Martina Beßler und Michael Hellbusch. „Zetel hat ganz eigene Spezialitäten“, sagte Hellbusch in Bezug auf die örtlichen Gegebenheiten.

Freude an Deutscher Schrift

Elke Schneider freut sich über ihren neuen Aufgabenbereich. Nach einer Tischlerlehre und einem Architekturstudium war sie zunächst zum Theater gegangen, als technische Assistentin, Bühnenmeisterin und später auch als technische Leiterin an großen Theaterhäusern. Aus persönlichen Gründen kam sie vor 14 Jahren in ihre Heimat Friesland zurück – und entdeckte im Schulmuseum ihre Freude an der „Deutschen Schrift“ und am Rechnen am Abakus.

Durch die Zusammenarbeit mit der VHS Friesland-Wittmund verspricht sie sich ein Wiederbeleben des Schulmuseums als Lehr- und Lernort. „Ich hoffe, dass sich das Schulmuseum als Unterrichtsort etablieren wird. Auch könnte ich mir noch weitere Kurse wie zum Beispiel Plattdeutsch sprechen, Handarbeiten oder Drachen bauen vorstellen“, sagte Schneider. „Man kann ja noch so viel mehr hier machen.“

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