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Expertentag Praktika erleichtern den Berufsstart

Claus Hock

Bookholzberg - Die einen interessiert es schon, für die anderen ist der Schritt ins Berufsleben gedanklich noch in zu weiter Ferne: Zum wiederholten Male fand am Montag der „Expertentag“ an der Oberschule in Bookholzberg statt. Vertreter aus verschiedenen Firmen und Organisationen standen den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zum Thema Ausbildung.

Fachkräfte gesucht

Mit dabei, als einzige Firma aus Ganderkesee, war auch die Unternehmensgruppe Meyer Technik. Ausbildungskoordinatorin Carolin Wachtendorf (25) und der Azubi Rouven Leppert präsentierten die Unternehmensgruppe. Für Meyer Technik, die dieses Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, gehören Veranstaltungen wie an der Bookholzberger Oberschule mittlerweile fest in den Terminkalender. „Auch wir bekommen den Fachkräftemangel natürlich mittlerweile zu spüren“, so Carolin Wachtendorf im Gespräch mit der NWZ. Pro Jahr stellt die Unternehmensgruppe rund zehn neue Auszubildende ein. Reichen da Expertentagen und Jobbörsen?

„Praktika werden immer wichtiger“, betont Wachtendorf. Neun von zehn neuen Azubis hätten, so die Ausbildungskoordinatorin, zuvor ein Praktikum gemacht. Praktika hätten den Vorteil, dass die Unternehmer ihre zukünftigen Schützlinge schon vor der möglichen Einstellung kennenlernen können. Ein Ansatz, der auch nach der Erfahrung von Thomas Busch, Lehrer für das Fach Wirtschaft an der Oberschule, durchaus fruchtet. So habe es früher nur zwei Praktika in der 9. Klasse gegeben, mittlerweile biete man eines in Klasse 9 und eins im Jahrgang 10 an. „Gerade für die Schüler aus dem Hauptschulzweig hat sich so häufig noch ein Ausbildungsplatz ergeben“, so Busch.

Schülernahe Information

Aber könnten sich die Schüler nicht selbst um Kontakte zu Firmen bemühen? „Ich sehe auch das als Aufgabe der Schule“, erklärt die Schulsozialarbeiterin Victoria Walther, die zusammen mit Thomas Busch den Expertentag organisiert. Man wolle den Schülern Gelegenheit geben, sich zu informieren und das möglichst praxisnah und nah an der eigenen Altersklasse. „Deswegen laden wir auch die Auszubildenden mit ein“, so Walther. Und die kommen, zusammen mit ihren Ausbildern, seit gut acht Jahren gerne. Einige, so Airbus, das Hotel Wasserburg oder die Amazone-Werke, gehören schon zu den Stammgästen.

Das Netzwerk, dass sich die Schule an der Ellerbäke mittlerweile geschaffen hat, wird aber dennoch an die Schülerinteressen angepasst. „Die Ausbildung bei der Polizei gehörte beispielsweise zu den Schülerwünschen“, erklärt Thomas Busch, entsprechend präsentiert sich seit zwei Jahren auch die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch auf dem Expertentag.

Insgesamt zwei Durchgänge gab es am Montag in der Oberschule. Das Interesse der Schüler: unterschiedlich. „Man merkt schon, ob zum Beispiel die Eltern einen eigenen Betrieb haben“, erklärt Rouven Leppert. Da sei das Verständnis für die Wichtigkeit der Berufswahl häufig schon ausgeprägter. Andere hingegen hätten sich noch nicht so intensiv mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigt.

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