Bookholzberg/Ganderkesee - Der Sommer naht und mit ihm der Wechsel der jetzigen Viertklässler an die weiterführenden Schulen. Um Werbung für „ihre“ Schule zu machen, schwärmten am Donnerstag die 6. Klassen des Gymnasiums Ganderkesee an die Grundschulen in der Gemeinde aus. In Bookholzberg wurden sie von neugierigen Viertklässlern begrüßt.

28 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums waren mit dem Bus nach Bookholzberg gekommen, um 56 Viertklässlern zu erzählen, was das Gymnasiums aus ihrer Sicht so besonders macht und was die Schule alles zu bieten hat. „Die Schüler haben alle selbst entschieden, was sie auf ihre Plakate schreiben“, so Lehrerin Katja Steinbeck vom Gymnasium. „Es war ganz spannend zu sehen, was ihnen wichtig ist.“ Und das waren viele Themen: Es gab unter anderem Plakate zu neuen Fächern, Fremdsprachen, Unterrichtszeiten, Aktionstagen wie dem Science Fair oder der Organisationsstruktur des Gymnasiums. Letztere stellten die beiden Elfjährigen Lenja und Leah vor. „Auch wir haben eine Schulleitung, genau wie ihr. Unsere Schulleitung heißt Dr. Richter“, erzählten sie zum Beispiel.

Damit alle Grundschüler alle Themen mitbekommen, wurden sie zuvor von den Lehrkräften in Gruppen eingeteilt. Die Vorstellungsrunden selbst dauerten immer nur ein paar Minuten, dann wurde gewechselt. „Es ist wichtig, dass die Kinder die Informationen von anderen Kindern bekommen“, sagte Grundschullehrerin Gertrud Winkler. „Das ist ganz anders, als wenn Erwachsene etwas erzählen.“

Wichtig sei auch, dass alle Viertklässler an diesem Tag teilnehmen. „Es gehen ja nicht alle aufs Gymnasium, aber so ist es ein schöner Tag für alle“, so Winkler. Auch der Besuchstag an der Oberschule werde zusammen unternommen, „egal, wer wohin geht“.

Die Grundschüler freuten sich aber nicht nur über den Besuch, sondern auch über die Antworten auf ihre Fragen. Und davon gab es einige: „Der Coffee Jungle ist also so etwas wie eine Kantine?“, fragte beispielsweise Konrad, in der Freizeit eher bekannt als der amtierende Kinderprinz Konrad I. Aber auch Fragen zu Lehrkräften, Unterrichtsstoff und weiteren Aspekten des Schullebens am Gymnasium wurden gestellt – und beantwortet.

Für manche Gymnasiasten war der Tag aber auch ein Wiedersehen mit alten Lehrkräften. „Kurz vor der Fahrt wurden manche schon etwas hibbelig“, sagte Katja Steinbeck. „Nicht so sehr, weil sie präsentieren müssen, das können sie“, erklärte die Lehrerin, sondern vielmehr, weil sie ihre alten Lehrerinnen und Lehrer wiedersehen konnten – oder weil unter den Zuhörern Geschwister saßen.