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Hauptschule Bookholzberg: Unschöner Abgang für zehnte Klassen

BOOKHOLZBERG - Mit einem Paukenschlag geht das Schuljahr an der Hauptschule Bookholzberg zu Ende: Die Schulleitung hat die für Donnerstagvormittag angesetzte feierliche Entlassung der Schulabgänger abgesagt. Als Grund nennt der kommissarische Schulleiter Tobias Schüler einen „groben Verstoß gegen die Schulordnung“.

Konkretere Angaben wollte Schüler zunächst nicht machen. Wie die

NWZ

  aus dem Umfeld der Schule erfuhr, sollen scheidende Zehntklässler zum Teil alkoholisiert auf dem Schulgelände auffällig geworden sein. Dabei wurden offenbar auch bengalische Feuer abgebrannt. Auf Verweise von Lehrern sollen die Schulabgänger nicht reagiert haben.

Die Schulleitung wertete die Vorfälle, die sich im Rahmen der „Mottotage“ zum Schulabschluss Ende der vergangenen Woche ereigneten, als „massives Fehlverhalten“. Es sei letztlich auch um die Gefährdung von Mitschülern gegangen, meint Tobias Schüler, da die Aktion „bewusst in der Pause inszeniert wurde.“

Den Verantwortlichen sei am Montagmorgen noch Gelegenheit gegeben worden, sich zu entschuldigen oder wenigstens Dinge zurecht zu rücken. Nachdem das ausgeblieben sei, habe man sich zur Absage der Entlassfeier entschlossen. Das sei ihm und den Kollegen nicht leicht gefallen, betont der kommissarische Schulleiter. „Wir bedauern, dass wir diese Entscheidung treffen mussten.“

Andere werten sie als „überzogen“, so wie Antje Drieling, Mitglied im Schulvorstand und Mutter einer betroffenen Zehntklässlerin. „Ich kann das nicht nachvollziehen“, sagt sie, „die Bestrafung hätte auch anders aussehen können.“ Die Absage der Feier treffe schließlich auch die Eltern hart.

Und sie trifft die anderen Klassen, die sich auf die Veranstaltung am Donnerstag zum Teil schon länger vorbereitet, teilweise auch etwas einstudiert hatten. Besonders die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen seien betroffen, sagt die Schulelternratsvorsitzende Anke Fischer. „Die waren ebenfalls zur Feier eingeladen und hatten sich darauf gefreut.“ Einige Jugendliche, die die Schule nach der 9. Klasse verlassen, wären auch mit verabschiedet worden.

Sie sollen nun, wie die insgesamt 26 Zehntklässler, am Donnerstag in der dritten Stunde die Zeugnisse erhalten – ganz schlicht und gar nicht feierlich. Laut Antje Drieling wollen einige Schulabgänger nicht persönlich erscheinen und die Zeugnisse von den Eltern abholen lassen.

Für Tobias Schüler ist allerdings der Gesprächsfaden noch nicht abgerissen. Der kommissarische Schulleiter will „mal sehen, was am Donnerstag noch passiert“.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)
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