BOOKHOLZBERG - Dass diese Aktion Spaß machte, war am Sonnabend schon draußen vor der Tür hörbar. „Die sind ganz aktiv“, schmunzelte Betreuerin Sandra Eggers. 15 Kinder waren mit Schlafsack und Decken ins Pfarrheim von St. Bernhard gekommen, um dort gemeinsam zu spielen, zu malen, basteln – und zu übernachten.
Für die kleine katholische Gemeinde sei diese Übernachtungsaktion eine „absolute Premiere“, sagte Eggers. Bei den Mädchen und Jungen handele es sich um Sternsinger, Messdiener und auch Kommunionkinder. „Wir hatten gar nicht damit gerechnet, dass es so voll wird“, meinte die Betreuerin.
Mit der Aktion wollte die Gemeinde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen war die Übernachtung ein Dankeschön fürs aktive Mitmachen, zum anderen soll sie helfen, aus der bestehenden Gruppe der Messdiener eine neue, größere Jugendgruppe zu bilden.
„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ – das oft dem früheren sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow zugeschriebene Zitat war das Motto der Aktion – und auch des Gottesdienstes am Sonntag mit Pfarrer Norbert Lach. Im Pfarrheim diskutierten die Kinder mit den Betreuerinnen Sandra Eggers, Martina Engel-Köhler und Viktoria Brauner, wie sie selbst oder Verwandte zu spät zur Schule, zum Training, zum Fußballspiel kamen – und wie sie dann reagierten. Zu dem Thema wurde schließlich gemalt und gebastelt.
Für die geplante Jugendgruppe, so sagte Sandra Eggers, würden noch weitere Kinder aus der Gemeinde gesucht. Interessierte können sich bei den Betreuerinnen melden.
