BOOKHOLZBERG - Beim Blick aufs Dach der Grundschule Bookholzberg leuchten Gaby Knutzens Augen: „Das läuft gigantisch“, freut sich die Vorsitzende des Schul-Fördervereins über die im November 2007 in Betrieb genommene Photovoltaikanlage. „Das wirft richtig Gewinn ab!“
Überzeugt von dem Projekt waren die Mitglieder des Fördervereins schon lange – schließlich hatten sie drei Jahre für den Bau der Anlage gekämpft. Auch die Gemeinde konnten sie schließlich überzeugen: Ausnahmsweise bewilligte der Rat im vergangenen Jahr eine Bürgschaft für den Kredit, den der Verein für die 90 000 Euro teure Anlage brauchte.
Wegen dieser Bürgschaft muss der Förderverein jetzt zunächst Rückstellungen vornehmen: 5000 Euro binnen fünf Jahren sollen als Sicherheit dienen. „Die Summe wollen wir möglichst schnell erreichen“, sagt Vereins-Mitglied Hergen Geerken. Zudem muss der Kredit bedient werden und Versicherungsbeiträge sind auch fällig – trotzdem bleibt schon jetzt ein ordentliches Sümmchen über.
Rund 1000 Euro Reingewinn pro Jahr waren beim Start der Anlage einkalkuliert worden, „aber da sind wir jetzt schon weit drüber“, schätzt Gaby Knutzen, die für das erste Betriebsjahr, das Anfang November endet, mehr als 2000 Euro Überschuss erwartet – Geld, das der Förderverein möglichst schnell wieder in die Schule investieren will. „Der Spielplatz muss unbedingt hergerichtet werden“, nennt die Vorsitzende ein erstes Investitions-Ziel.
Wie profitabel seine Photovoltaikanlage arbeitet, kann der Förderverein auf der Internetseite „www.sfv.de“ verfolgen: SFV steht für Solarfördervereine – im Vergleich mit anderen Projekten im nordwestdeutschen Raum liegt der Ertrag der Bookholzberger Anlage neun Prozent über dem Durchschnitt. „Das Dach der Grundschule ist eben ideal für Photovoltaik“, meinen Knutzen und Geerken.
Das findet auch Sven Siemering von der Firma Meyer-Technik, die die Anlage installiert hat: „Die Dachneigung in Bookholzberg ist genau richtig.“ Und der Sommer 2008 hat auch geholfen – er brachte nämlich doch mehr Sonne, als mancher diesjährige Nordsee-Urlauber sich vorstellen mag. „Aber das galt für alle Anlagen“, betont Siemering. „Dass das Bookholzberger Projekt trotzdem überdurchschnittliche Erträge bringt, spricht für Qualität.“
