BOOKHOLZBERG - BOOKHOLZBERG/KK - „Man kann auch helfen, ohne Geld auszugeben.“ Das steht für Lehrerin Frauke Weber fest. Ein Beispiel für eine solche Hilfe zeigte jetzt „ihre“ 5. Klasse der Hauptschule Bookholzberg: Die Schüler sammelten in ihren Familien und im Bekanntenkreis ausrangierte Brillen. Gestern brachten sie rund 30 Sehhilfen zu Rose-Optik – von wo aus die Brillen über die Christoffel-Blindenmission an Bedürftige in der Dritten Welt gelangen.

Die Sammlung war Teil eines Projektes zum Thema „Blindsein/Sehen“, das aus dem Religionsunterricht heraus entstanden war. Die Schüler versuchten beispielsweise, Blindenschrift zu lesen. In Kürze werde ein erblindeter 17-Jähriger in die Schule kommen und über seinen Alltag berichten, sagte Frauke Weber.

Darüber hinaus galt das Interesse zum Beispiel dem Auge: Die Schüler lernten, wie Sehen funktioniert und nahmen an einem Sehtest bei Rose-Optik teil. Das überraschende Ergebnis: Sechs der 15 teilnehmenden Fünftklässler haben eine Sehschwäche, ohne bislang davon gewusst zu haben. „Die Kinder sind in einem Alter, in dem sich die Augen verändern können,“ kommentierte Frauke Weber die hohe Zahl. Christine Rose, Inhaberin des Optikergeschäftes, empfahl dringend den Weg zum Augenarzt. Auch gab sie den Schülern Informations-Material über Fehlsichtigkeit mit.

Auf die Christoffel-Blindenmission waren die Fünftklässler übrigens bei der partiellen Sonnenfinsternis am 3. Oktober aufmerksam geworden: Die Organisation hatte damals die Schutzbrillen zur Verfügung gestellt.