BOOKHOLZBERG - Für Ganderkeseer Schüler des Max-Planck-Gymnasiums in Delmenhorst sind öffentliche Verkehrsmittel derzeit nahezu nutzlos. Die Eltern fordern den Einsatz von zusätzlichen Bussen.

Von Sven Kamin

BOOKHOLZBERG - Das Schwierigste für die Bookholzberger, Schierbrocker und Hoykenkamper Schüler am Besuch des Delmenhorster Max-Planck-Gymnasiums ist derzeit der Weg zur Schule und wieder zurück.

Seit dem 11. Dezember hat die Deutsche Bahn AG auch für die Regionalbahn über Bookholzberg, Schierbrock und Hoykenkamp nach Delmenhorst einen neuen Fahrplan eingeführt – mit gravierenden Folgen für die Schüler, die diese Bahn bislang für ihren Schulweg nutzten: Fuhr die Regionalbahn bisher noch um 7.06 Uhr in Bookholzberg ab, pfeift der Schaffner inzwischen erst um 7.26 Uhr zur Abfahrt. Dadurch verschiebtb sich die Ankunftszeit in Delmenhorst von 7.17 Uhr auf 7.38 Uhr. Da der Unterricht in der Max-Planck Schule bereits um 7.50 Uhr beginnt, ist es den Schülern nicht mehr möglich, den Unterricht rechtzeitig zu erreichen. Auch den Vorschlag, einen früheren Zug zu nehmen, halten die Schüler für unzumutbar, da sie in diesem Fall die Zeit von der Ankunft des Zuges um 6.38 Uhr bis zur Öffnung der Schule um 7.15 Uhr überbrücken müssten.

„Noch schlimmer ist die Situation am Nachmittag“, sagt Ingo Wiegand, Vater von Leonie und Jana, die die fünfte und achte Klasse des Max- Planck-Gymnasiums besuchen. „Hier verpassen unsere Kinder die stündlich verkehrenden Züge um wenige Minuten und müssen dann eine Stunde auf die nächste Bahn warten“, ärgert sich Wiegand. Auch die zweite Variante, zunächst den Zug nach Hude zu besteigen und dann zurück nach Bookholzberg zu fahren, sei aufgrund der langen Fahrtzeit und der wesentlich teureren Odyssee durch zwei bis drei Tarifzonen nicht zumutbar. Viele Eltern holen deshalb ihre Kinder jetzt mit dem Auto aus Delmenhorst ab. „Aber das kann ja nicht sechs Jahre so weitergehen. Schließlich ist der Schulträger für die Schülerbeförderung zuständig“, sagt Wiegand.

Die Eltern fordern deshalb den Einsatz einer speziellen Buslinie, die es den Schülern ermöglicht, gleich den ersten Zug zu erreichen. Morgen finden dazu Beratungen zwischen der Schulleitung und Vertretern der Stadt Delmenhorst statt.