BOOKHOLZBERG - Die Mitarbeiter des bfw hatten das Geld beim Tag der offenen Tür gesammelt. Sozialpädagogin Irene Schühle freute sich über die unerwartete Finanzspritze.

Von Benjamin Klare

BOOKHOLZBERG - „Das es soviel wird, haben wir nicht gedacht“, zeigte sich Gemeindejugendpflegerin Brigitte Balder überrascht ob der Spendensumme, die das Berufsförderungswerk Weser-Ems (bfw) gesammelt hat. 1000 Euro, die die Belegschaft beim Tag der offenen Tür im September eingenommen hatte, kommen dem Bookholzberger Jugendtreff „Kaffeepott“ zugute, deren Leiterin Irene Schühle gestern den Scheck von bfw-Marketing- und Vertriebsleiter Hartmut Kostens entgegennahm.

Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas lobte die Entscheidung des bfw, das Jugendzentrum mit der Spende zu bedenken. „Der Kaffeepott hat sich in Bookholzberg etabliert und ist dort nicht mehr wegzudenken. Er wird von den Jugendlichen gut angenommen und ist auch für ehemalige Schüler ein fester Anlaufpunkt“, so Gerken-Klaas.

Natürlich freute sich auch die Oldenburger Sozialpädagogin Schühle, die seit Dezember 2002 im „Kaffeepott“ im Schulzentrum an der Stedinger Straße tätig ist, über die unerwartete Finanzspritze. „Wir können das Geld gut gebrauchen.“ Im Jugendtreff herrsche immer viel Betrieb, weil viele Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule die unterrichtsfreie Zeit dort verbringen würden. Ein großer Raum mit Küche, Fernseher, Kicker- und Billardtisch sowie ein ehemaliges Fotolabor, das noch in eine Entspannungsoase verwandelt werden soll, stehen ihnen zur Verfügung.

„Die Jugendlichen kochen gern bei uns und wünschen sich eine Spülmaschine für den Abwasch“, weiß die „Kaffeepott“-Leiterin bereits, was von einem Teil der Spendensumme gekauft werden soll. Außerdem fehlten noch Küchengeräte, Fußballtore und verschiedene Bälle. Investiert werden soll auch in die Raumgestaltung. „Etwas von dem Geld legen wir aber als Reserve zurück“, sagte Schülerin Janine Kollmann, Sprecherin des „Kaffeepott“-Teams.

„Es ist Tradition, dass wir unsere Spendengelder regionalen Einrichtungen zukommen zu lassen“, erklärte Kostens das Konzept, sich vor Ort zu engagieren. Seine Kollegin Marit Menninga, die die Sammelaktion organisiert hatte, ergänzte: „Wir sind Bookholzberg und der Region sehr verbunden. Den Kaffeepott wollten wir unterstützen, weil er hier im Ort der einzige Anlaufpunkt für Jugendliche ist.“ In den Vorjahren seien die Spendengelder etwa an Kindergärten, Behindertenverbände oder die Kinderkrebshilfe gegangen.