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Entdeckertage Neues Konzept soll dauerhaft etabliert werden

LR

BRAKE - Ganz im Zeichen des Forschens und Entdeckens standen die vom Kooperationsverbund zur Förderung (hoch-)begabter Kinder (KOV) initiierten 2. Entdeckertage, die jetzt am Gymnasium Brake stattfanden. Die besonders begabten und interessierten Schüler der dritten bis sechsten Klassen aus der Wesermarsch waren eingeladen, unter acht verschiedenen Projekten ihr Themengebiet zu wählen. Die Bandbreite umfasste die Bereiche Kunst, Naturwissenschaft, Mathematik sowie Technik.

Den KOV gibt es seit 2007. Er besteht aus den Grundschulen Comenius-Schule Berne, „Alte Straße“ (Elsfleth), Lienen (Elsfleth) und Harrien sowie dem Gymnasium Brake. „Das Land Niedersachsen fördert flächendeckend die KOV, um den besonders leistungsstarken Kindern gerecht zu werden“, erklärt die Koordinatorin Kirsten Focke.

„Gezielt fördern“

Die Theorie dahinter besagt, dass sich Leistungsstandards häufig am Mittelwert einer Klasse orientieren, so dass besonders begabte und hochmotivierte Kinder im Verlauf ihrer Schullaufbahn die Lust am Lernen verlieren. „Die KOV sollen die Schullaufbahnen aktiv begleiten, um frühzeitig eingreifen zu können, falls sich Probleme ergeben, aber auch, um besondere Teilbegabungen und Interessen frühzeitig zu erkennen, damit man gezielt fördern kann“, so Focke.

Der Blick auf die 2. Entdeckertage gibt ihr Recht: 100 Kinder hatten sich angemeldet, um am Nachmittag noch eine Extra-Portion Lernstoff zu bekommen. Der Chemielehrer Joachim Hähndel war begeistert. „Es ist schon toll, mit diesen kleinen Lerngruppen von zwölf Schülern zu arbeiten. Und es macht Spaß, weil diese Kinder Zusammenhänge sehr schnell erfassen und ebenso Beziehungen leicht herstellen können.“

„Das macht Spaß“

Auch der stellvertretende Schulleiter Horst Huntemann fühlte sich bestätigt. „Bisher haben wir weitgehend versucht, im Vormittagsbereich zu fördern. Aber die langen Anfahrtswege und der Unterrichtsausfall haben viele Schüler trotz guter Noten abgeschreckt. Mit den Entdeckertagen versuchen wir nun, ein neues Konzept auf Dauer zu etablieren.“

Bei den Schülerinnen und Schülern kamen die Entdeckertage ebenfalls bestens an. Aleyna aus der vierten Klasse griff am Ende der Veranstaltung beherzt zum Mikrofon und erzählte begeistert, was sie in ihrem Philosophiekursus gelernt hat. „Philosophie ist einfach erzählen und nachdenken – das macht Spaß.“

Und die Zukunft? Die Entdeckertage sollen fortgesetzt, aber auch weiter entwickelt werden. „Vielleicht ergibt sich aus einem Projekt mal eine AG – auch schulübergreifend. Wir möchten Inhalte gerne noch vertiefen,“ so Kirsten Focke.

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