BRAKE - Damit der Streit um den besten Platz im Stuhlkreis oder um den Schmuseteddy nicht eskaliert, müssen Kinder den Umgang mit Konflikten früh lernen. Da setzt das Bildungsnetzwerk (BiNe) Wesermarsch mit dem Konflikttraining im Elementarbereich an und veranstaltet erstmals eine Fortbildung für Grundschullehrkräfte, Erzieher und pädagogische Fachkräfte. Die Fortbildung beginnt am 9. Juni an den Berufsbildenden Schulen in Brake und umfasst 42 Stunden an sechs Sonnabenden. Es sind noch ein paar Plätze frei. Anmeldungen nimmt das Bildungsnetzwerk unter Tel. 04401/922175 entgegen.

„Mit dem Konflikttraining wollen wir einen Beitrag zu einer neuen Konfliktkultur im Kindergarten und in der Grundschule leisten. Das erfordert von den pädagogischen Kräften eine hohe Fach- und Sachkompetenz“, sagt Ute Mescheder. Die BiNe-Mitarbeiterin wird zusammen mit Ingrid Rauner die Fortbildung leiten. Beide sind zertifizierte Mediatorinnen.

Konflikte machen oft unsicher und lassen an den eigenen pädagogischen Fähigkeiten zweifeln. Persönliche Erfahrungen der Erzieher und Lehrer im Umgang mit Konflikten prägen die Konfliktkultur in der Gruppe. So werden in der Fortbildung keine Patentrezepte vermittelt, sondern Wege aufgezeigt, wie Kindern geholfen werden kann, ihren Konflikt selbst zu klären, ihr Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen zu stärken.

Die Fortbildung baut auf den Erfahrungen eines Zusatzkurses am Fachbereich Erziehung der Berufsbildenden Schulen im vergangenen Jahr auf. Die angehenden Erzieherinnen konnten ihr Wissen anschließend in der Praxisphase in Kindergärten umsetzen und weckten bei Erzieherinnen das Interesse an der Konfliktvermittlung im Elementarbereich.

Mehr Infos unter

www.bine-wesermarsch.de