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Grundschule Mit einer List den Spieß umgedreht

Detlef Glückselig

BRAKE - Aufgeregt wuseln die kleinen Katzen und Hunde durch die Gegend. Eigentlich sollen sie das erst gleich auf der „Bühne“ tun. Aber vorweg noch ein bisschen zu üben, während die Busse mit Zuschauerinnen und Zuschauern vorfahren, kann ja nicht schaden. Und gegen das Lampenfieber hilft’s auch.

Für die Mädchen und Jungen der Grundschule Golzwarden war Dienstag ein großer Tag – ein Tag, auf den sie ein halbes Jahr hingearbeitet haben. In der Bartholomäus-Kirche haben sie als Singspiel die Geschichte vom kleinen Muck aufgeführt. Zwei Mal gab es dafür tosenden Beifall.

Am Vormittag fand die öffentliche Generalprobe statt, zu der andere Grundschulen sowie auch Kindergartenkinder eingeladen waren. Aus Ovelgönne kamen die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer mit dem Bus vorgefahren. Am Nachmittag folgte dann die öffentliche Aufführung, die natürlich vor allem die Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannten der jungen Darsteller gespannt verfolgten.

Der kleine Muck, gespielt von Drittklässlerin Lina Jirschke, zieht in den viel zu großen Kleidungsstücken seines verstorbenen Vaters in die Welt hinaus und erlebt viele Abenteuer. Von einer alten Frau bekommt er ganz besondere Pantoffeln – sie versetzen ihren Träger in die Lage, unheimlich schnell zu laufen. Außerdem erhält Muck einen Stock, mit dem man Gold finden kann.

Muck kommt an den königlichen Hof und wird dort als Schnellläufer angestellt. Doch prompt wird er bezichtigt, Gold gestohlen zu haben. Mit viel List gelingt es dem jungen Helden, den Spieß umzudrehen, seine Unschuld zu beweisen und die wahren Schuldigen zu überführen.

Die Grundschule setzte bei dem Stück auf Arbeitsteilung. Die Jungen und Mädchen der 1. und 2. Klasse spielten die Hunde, Katzen und Hofdamen. Die Drittklässler mimten die anderen Figuren. Und die Kinder der 4. Klasse waren an Flöten, Glockenspielen und Xylofonen für die Musik zuständig.

Die Lehrerinnen Sabine Dehnbostel und Annemarie Renken-Schumann hatten das Stück mit allen 67 Schülerinnen und Schülern einstudiert. Für Annemarie Renken-Schumann war es zugleich ein Abschiedsprojekt. Sie wechselt zum Ende des Schuljahres in den Vorruhestand.

NWZ

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