Wardenburg - Alles begann mit einer kleinen Idee: Als sich Hande (26 Jahre) und Marius Niemann (31) in den vergangenen Wochen Gedanken über den passenden Ort für ihre ganz besonderen Hochzeitsfotos machten, stellten sie sich immer wieder diese Frage: Wieso eigentlich nicht in der Everkampschule in Wardenburg?
„Sie verbindet uns. Wir waren zwar in unterschiedlichen Jahrgängen, hatten aber den selben Klassenlehrer. Auch unsere Trauzeugen, Freunde oder Verwandten sind auf die Everkampschule gegangen“, begründet Hande die Entscheidung. Sie ging von 1997 bis 1999 auf die damalige Orientierungsstufe, Marius von 1993 bis 1994. Rektor Alfred Müller hielt dies für eine „großartige Idee“ und legte dem Brautpaar keine Steine in den Weg. Der Fotograf sei zwar zunächst etwas überrascht, aber auch auf Anhieb einverstanden gewesen.
Am Mittwoch, dem Tag der Eheschließung, stand am Nachmittag das Fotoshooting in der Everkampschule an – zwischen kirchlicher Trauung (14 Uhr) und der Feier am Abend. Ein anstrengender Tag für Hande und Marius Niemann, zumal auch noch die standesamtliche Trauung am Vormittag (11 Uhr) stattfand. „Ich weiß nicht, was uns bei der Planung geritten hat“, scherzte die Braut.
Kennengelernt hat sie Marius eigentlich über seinen älteren Bruder – also ihren künftigen Schwager. Obwohl Hande Marius damals „ganz süß“ fand, kam es nicht zu einer Beziehung. Sie verloren sich sogar aus den Augen. Vor vier Jahren habe es aber wirklich gefunkt. Wer damals wen über das soziale Netzwerk „meinVZ“ kontaktiert hat, darüber sind sie sich nicht einig. „Marius hat mich angeschrieben – auch wenn er etwas anderes behauptet“, sagt die 26-Jährige und lacht. Beide seien zwar unterschiedliche Charaktere. Doch Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an.
Aber Hande und Marius Niemann verbindet außerdem weitaus mehr als ein gemeinsamer Lehrer, das erste Auto (ein Ford Fiesta) oder die Everkampschule: wahre Liebe.
