BüMMERSTEDE/KRUSENBUSCH - Ziel ist, die Kinder besser zu fördern. Arbeitsgruppen planen dazu konkrete Angebote.
Von Rainer Dehmer
BÜMMERSTEDE/KRUSENBUSCH - Engagement im Stadtsüden: Unter der Federführung von Präventionsrat und Universität (Oldenburger Fortbildungszentrum) startete in der AWo-Freizeit- und Begegnungsstätte „Frisbee“, Dwaschweg 281, das Projekt „Ein Stadtteil für starke Kinder“. Drei bereits gegründete Arbeitsgruppen haben sich zum Ziel gesetzt, Kinder durch gezielte Angebote zu fördern und ihnen bessere Bildungschancen zu ermöglichen.Den Anstoß für dieses groß angelegte Projekt gab das Kriminologische Institut Hannover durch seine repräsentativen Untersuchung zum Medienkonsum und zu Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen (NWZ berichtete). Dabei wurde u.a. festgestellt, dass im Stadtsüden der Anteil der Hauptschüler und der Anteil der Schüler mit Gewalterfahrung überdurchschnittlich hoch ist.
Schulerfolg von Kindern, so Wilm Renneberg, Leiter des Oldenburger Fortbildungszentrums, sei die Voraussetzung für spätere gesellschaftliche Teilhabe und Lebensglück. Daher wollten Eltern, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Vereine und Einrichtungen gemeinsam alles tun, um die Entwicklung der Kinder zu stärken.
Beteiligt daran sind u.a. die Stadtverwaltung sowie die Evangelische und Katholische Erwachsenenbildung. Die drei Arbeitsgruppen zu den Schwerpunkten „Übergänge“, „Jungen und Väter“ sowie „Bewegung und Gesundheit“ planen z.B. Sport- und Betreuungsangebote. Zudem ist vorgesehen, eine Außenstelle der Oldenburger Tafel einzurichten. Überdies wird es ein kulturpädagogisches Projekt mit dem Titel „Szenische Busrundfahrt als großes Stadtteiltheater“ geben. Hierfür zahlt das Land einen Zuschuss von 16 450 Euro, wie die Abgeordnete Daniela Pfeiffer (CDU) mitteilt.
Ansprechpartner finden Interessierte im Projektbüro (Tel. 485 36 63) im „Frisbee“. Inge Grünwald (Jugendamt) und Monika Weber (Arbeiterwohlfahrt) koordinieren das Projekt, vermitteln Hilfsangebote und geben auch Anträge (z.B. für Wohngeld) aus.
