Nordenham - Vielleicht war es eine der schwersten Aufgaben in der bisherigen Amtszeit von Carsten Seyfarth. Der Bürgermeister von Nordenham wurde am Freitag vom Kreisgeschäftsführer der Caritas, Ralf Bunten, zum Kekspfeifen herausgefordert. Wie das geht: Butterkeks reinschieben, kauen, aber nicht runterschlucken und pfeifen. Wer schon einmal versucht hat, unter diesen Bedingungen die Lippen zu spitzen und einen Ton herauszubringen, weiß, wie schwer diese Disziplin ist.
Das Kekspfeifen war am Freitag eine von sechs Stationen, die die Teilnehmer der Bundesgenerationenspiele absolvieren mussten. Das Mehrgenerationenhaus hatte zu dem Spaßwettbewerb eingeladen. Derzeit finden diese Spiele bundesweit in vielen Einrichtungen der Caritas statt. Es geht darum, Menschen verschiedener Generationen und Nationen zusammenzuführen und dabei gegenseitiges Verständnis zu fördern. Wem das besonders gut gelingt, hat die Chance, einen Auftritt des Prinzen-Sängers Sebastian Krumbiegel zu gewinnen, der sich als Pate für die Aktion zur Verfügung gestellt hat.
Insgesamt 120 Kinder, Jugendliche und Erwachsene machten mit. Die Altersspanne reichte von 3 bis zu 88 Jahren. Das mit Abstand größte Teilnehmerkontingent stellte die benachbarte Nordschule. Die war mit 45 Schülern vertreten. Der Kindergarten St. Willehad schickte rund 20 Jungen und Mädchen ins Rennen. Hinzu kamen Teilnehmer aus den Betreuungseinrichtungen der Caritas, unter anderem Flüchtlinge, und von den Gruppen, die mit dem Mehrgenerationenhaus verbunden sind, zum Beispiel die Plattschnacker und der Freundeskreis Jekami.
In gemischten Teams stellten die Teilnehmer ihre Geschicklichkeit unter Beweis, zum Beispiel beim Luftballonparcours, beim Handtuch-Volleyball und bei der Linsenpost. Dabei ging’s nicht ums Gewinnen, sondern um Teamwork und natürlich um den Spaß. Und den hatten nicht nur die Jüngsten. „Die Kinder haben uns mit ihrem Eifer angesteckt“, sagte Klaus Bentink von den Plattschnackern.
Beim Kekspfeifen ging’s besonders hoch her, wobei die Leistung des Bürgermeisters in dieser Disziplin noch ausbaufähig ist. Carsten Seyfarth wird’s verschmerzen. Viel wichtig war es ihm, sich einen Eindruck zu verschaffen. „Eine ganze tolle Veranstaltung ist das hier“, lobte er.
Das sahen auch die Teilnehmer so, die alle mit Urkunden und Sonnenblumen belohnt wurden. Dem Prinzen-Sänger hätte das sicherlich gefallen.
