BUNNEN - Die Puppenspieler der Polizei brachten die Sache auf den Punkt: Gewalt ist nicht lustig und beginnt nicht erst, wenn sie fühlbar wird. Das spürten auch die Kinder des 3. und 4. Schuljahrs der Grundschule Bunnen, bei denen die Polizeibeamten Jürgen Paul, Uwe Wispeler, Annelie Büter und Bianca Stutz mit der Pädagogischen Puppenbühne der Polizeidirektion Oldenburg zu Gast waren.

„Punki“ wird angemacht

Die Aufführung lief in der Bunner Turnhalle: Der kleine „Punki“ wird von seinem Mitschüler Tom angemacht und beleidigt. Schließlich werden ihm auch noch die Jacke und fünf Euro Taschengeld gestohlen. Der verängstigte „Punki“ sucht ein Gespräch mit seinem Vater, der hat aber „keine Zeit“.

Wer könnte helfen, fragte die Polizei. Eltern, Verwandte, Lehrer, Freunde und Passanten, sagten einige Kinder. Der weitaus größte Teil entschied sich aber für die Polizisten. Zuletzt vertraut sich „Punki“ der Polizei an und Tom muss sich für seine räuberische Erpressung verantworten.

Gewalt fängt nicht erst an, wenn es weh tut, sondern bereits dann, wenn sie angedroht wird, machten die Polizisten deutlich. Ihr Rat an die Kinder: „Sagt stets laut und bestimmt das, was ihr wollt. Was Gewalt ist, bestimmt immer nur das Opfer und nicht der Täter.“ Auch Einschüchterungen durch eine geballte Faust, lautes Anschreien oder den „Schweigefinger“ sowie schubsen oder das Versperren des Weges sei Gewalt, erklärten die Polizisten den Kindern.

Lehrer bereiten nach

Im Anschluss an die Aufführung wurde die Thematik von den Polizisten noch einmal theoretisch behandelt. Zuvor hatten die Kinder der beiden ersten Schulklassen an einem Stück zur Verkehrserziehung teilgenommen, das von den Lehrern nachbereitet wurde. Während eines Elternnachmittages bestand dann noch die Möglichkeit zu ausführlichen Gesprächen und Diskussionen zum Thema „Gewaltprävention“.