BURHAVE - „Hurra, die Schule brennt“ – dieser Titel eines bekannten Filmes wurde für die 170 Schüler der Grundschule Burhave am Freitag Realität und bescherte ihnen einen weitestgehend unterrichtsfreien Morgen. Gebrannt hat es jedoch nicht und der Qualm, der aus dem Werkraum drang, war gewollt. Die Schule und die Ortswehr Burhave absolvierten eine Brandschutzübung.
Ein Feuer im Werkraum bildete die Ausgangslage für die zwischen Lehrerkollegium und Ortswehr abgesprochenen Übung. Nur die Schüler waren nicht eingeweiht. Die wurden von dem Feueralarm auch überrascht. Dennoch gelang den Lehrern eine geordnete Evakuierung der Schule, wobei alle Schüler, wie vorgesehen, zu einem Sammelplatz geleitet wurden.
Lehrer Hans-Gerd Gerdes hatte in Erstklässler Tristan sogar eine große Hilfe. Der beruhigte seine Klassenkameraden, dass sie keine Angst haben müssten, denn sein Vater sei ja Feuerwehrmann.
Den Einsatz der Burhaver Feuerwehr, die unter der Leitung von Ortsbrandmeister Stefan Hobbie mit drei Fahrzeugen und zehn Brandschützern anrückte, verfolgten die Kinder mit großem Interesse. Als der von einem Trupp aus dem verqualmten Werkraum „gerettete“ Hausmeister Bodo Bornschier auf einer Trage abtransportiert wurde, fragten einige Schüler aber noch einmal nach, ob das auch wirklich nur eine Übung sei.
Mit derem Verlauf zeigten sich sowohl Stefan Hobbie als auch Schulleiter Wolfgang Zappe sehr zufrieden. Bislang musste die Schule die Evakuierung der Gebäude nur mit so genannten „Trockenübungen“ proben.
Sehr interessiert zeigten sich viele Schüler an der Ausrüstung und an den Fahrzeugen, die ihnen auch vorgestellt wurden. Für Abwechselung sorgten abschließend kleine Feuerwehrspiele wie das Schlauchkegeln und das Wasserzielspritzen. Keine Grenzen mehr kannte die Begeisterung der Kinder, als die Feuerwehr letztlich eine Wasserwand aufbaute.
