Cäciliengroden - Als der „Leckere Donnerstag“ vor fünf Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde Sande in Cäciliengroden an den Start ging, war das Haus gleich zu Beginn gut frequentiert. Jetzt, zum fünfjährigen Bestehen, sind viele mittlerweile Stammgäste. Das spricht für sich. Und die Gäste bestätigen das: „Hier schmeckt es immer gut“, sagt Gisela Oltmanns.

Vor fünf Jahren rief Cäciliengrodens damalige Pastorin Meike von Fintel gemeinsam mit einigen Helfern einen Mittagstisch ins Leben, der sich aus Spenden der Gäste tragen sollte. Er sollte Abwechslung vor allem für alleinstehende Menschen bieten, die sonst zu Hause ohne Gesellschaft am Tisch sitzen. Entwickelt hat sich eine Gruppe von regelmäßigen Gästen, unter denen aber auch einige ältere Ehepaare sind, denen das Kochen zu Hause zunehmend schwerer fällt oder die gern mal andere Gesellschaft genießen. Immer wieder kommen auch neue Gäste hinzu – die meisten bleiben.

Anfangs wurde in der Gemeindeküche zweimal im Monat gekocht, durch andere Verpflichtungen oder gesundheitliche Schwierigkeiten hat sich die Gruppe der Helfer aber verändert: Derzeit laden sie jeden Monat einmal an den Tisch im Gemeindezentrum. Meist sind es 25 bis 30 Gäste, die zu bewirten sind.

Zum fünfjährigen Bestehen gab es am Donnerstag ein besonderes Festessen: Rinderrouladen mit Rotkohl und Rosenkohl, mit Kartoffeln und feiner Bratensoße kam auf den Tisch, als Dessert wurde Eis mit heißen Kirschen und Schokosoße serviert. Das kam bei den Gästen sehr gut an und das wiederum macht den Köchinnen aus Leidenschaft viel Vergnügen, zum Beispiel Erika Ottmann und Bärbel Krajinski, die wie auch Uschi Fastert von Anfang an dabei sind. „Man kann richtig sehen, wie gut es schmeckt, und das freut mich. Oft bekommen wir auch Komplimente, das ist natürlich besonders schön“, sagte Ottmann.

Beim „Leckeren Donnerstag“ wird Wert gelegt auf regionale und saisonale Küche, zudem wird alles beim Supermarkt im Ort gekauft. Doch nicht nur das Essen ist wichtig, auch ein schön gedeckter Tisch und der Kontakt untereinander sind in der Gruppe sehr wichtig.

Neue Interessierte – sowohl beim Kochen als auch als Gäste – sind jederzeit willkommen.