CALHORN - Die 19-jährige Tanja Robbers aus dem Saterland war begeistert. Über ein Video hatte sie von einer Hilfsaktion für polnische Kinder erfahren, die maßgeblich von Mika Springwald organisiert wird. Springwald ist unter anderem ehrenamtlich in der Jugendbildungsstätte Don Bosco in Calhorn tätig, und so war die Verbindung schnell herzustellen.
Tanja wollte auch irgendwie helfen und fand volle Unterstützung bei ihren Mitschülern. Die Idee von den Schuhkartons war schnell geboren, und da an den Berufsbildenden Schulen in Friesoythe, die sie besucht, das Thema Straßenkinder im Religionsunterricht gerade auf dem Stundenplan stand, fügte sich eins zum anderen, berichtet ihre Lehrerin Viola Rössig bei einem Ortstermin in Calhorn.
Die Klasse hat die gesamte Aktion selbstständig organisiert, so Rössig, und der 37-jährige Mika Springwald – übrigens ein gebürtiger Finne – schließlich war es, der Rumänien und Ungarn als Zielort für die Hilfsaktion vorschlug. Dort herrsche gerade auf dem Land noch große Armut, wisse er aus privaten Kontakten. Und so machen sich heute, am 29. Mai, drei Helfer mit einem VW-Bulli samt Anhänger auf den Weg. Rund 2000 Kilometer Anfahrt liegen vor ihnen, ehe sie ihr Ziel erreichen.
In den 170 Kartons, die vor Ort verteilt werden, befinden sich vornehmlich Kinderbekleidung und Spielsachen, die das Leben angenehmer machen sollen. Am Montag geht es wieder zurück.
