Wildeshausen/Ahlhorn - Zu Gast in der Ahlhorner Grundschule sind jetzt Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion sowie der CDU- Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley gewesen. Damit besuchten sie eine Schule, bei der der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund deutlich über 50 Prozent liegt. „Ich bin beeindruckt von der Leistung der Lehrerinnen und Lehrer. Die Hälfte der Kinder hat Sprachförderbedarf, dies erschwert die Arbeit der Lehrer ungemein“, meinte die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, die Bundestagabgeordnete Astrid Grotelüschen. Karl-Heinz Bley ergänzte: „Die befristete Stelle der Schulsozialarbeiterin muss entfristet werden. Für die Finanzierung solchen pädagogischen Personals ist das Land verantwortlich.“

Das Land weigert sich bisher, die Schulsozialarbeiter als pädagogisches Personal anzuerkennen. Erst 2016 soll eine Lösung gefunden werden. „Bis die Zuständigkeiten geklärt sind, muss eine kommunale Übergangslösung her“, mahnte Grotelüschen an. Derzeit sind die Sozialarbeiterstellen bis Ende 2014 gesichert.

Der Schulbesuch führte den Kreistagsabgeordneten vor Augen, wie viel Integrationsarbeit noch geleistet werden muss. Nicht nur die Ahlhorner Schule habe große Herausforderungen bei Integration, Sprachvermittlung und Inklusion zu bewältigen. Durch die zunehmende Zahl der Flüchtlinge und Werkvertragsarbeitnehmer komme der Integrationsarbeit weitere Bedeutung zu. Neben Ahlhorn gilt Wildeshausen als weiterer Schwerpunkt.

Die CDU-Fraktion unterstützt die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe des Landkreises Oldenburg.

Sie ist dafür, dass der Aufgabenbereich der neuen Koordinierungsstelle zudem erweitert wird. „Die Koordinierungsstelle soll zusätzlich die Schul- und Flüchtlingssozialarbeit koordinieren sowie als Sprachmittler für die Kommunen zur Verfügung stehen“, sagte CDU-Fraktionschef Ansgar Focke.

Zudem arbeitet die CDU-Fraktion an einem Eckpunktepapier, um die (Grund-) Schulen bei den schwierigen Aufgaben zu unterstützen. „Wir müssen uns mehr um die Menschen kümmern, die zu uns kommen. Im Landkreis sind wir auf einem guten Weg, unseren Beitrag zu leisten, auch durch die Unterstützung von Ehrenamtlichen“, meinte Wolfgang Sasse aus Wildeshausen. Über alle Ebenen sei die Arbeit mit und für Menschen mit Migrationshintergrund besser zu vernetzen.