Von Rüdiger zu Klampen
Frage:
Würden Sie jungen Leuten empfehlen, Landwirt zu werden?S
cholten:
Wenn sie die unternehmerische Herausforderung lieben, wenn sie sich den Märkten stellen und die notwendige Liebe zum Beruf mitbringen, ja! Die Branche hat sich von einem gesellschaftlichen Problemsektor zu einem Problemlöser gemausert. Wir leben in einer Agrarregion, die viele Vorteile hat. Denken Sie an die Häfen vor der Haustür oder die großen Verbraucherzahlen in den Ballungszentren. Das alles verspricht eine gute unternehmerische Zukunft vieler bäuerlicher Familien. Aber sicher ist auch, dass wir den Strukturwandel nicht aufhalten könnenFrage: :
Besonders gern geht man natürlich in florierende Branchen. Ist denn die Landwirtschaft in den zwölf Jahren ihrer Präsidentschaft vorangekommen?Scholten:
Ja, trotz aller Probleme, die mal in dieser, mal in jener Sparte auftreten. In den zurückliegenden Jahren traf es z.B. die Schweineproduktion, aktuell die Milchproduktion. Unsere Landwirtschaft profitiert aber von einem weltweiten Mega-Trend. In immer mehr Schwellenländern wächst eine einkommensstarke Mittelschicht heran, die hochwertige Lebensmittel verlangt. Da sind deutsche Produkte gut im Geschäft. Deutschland – und vor allem Niedersachsen – gehört zu den großen Exporteuren.Friedrich Scholten, scheidender Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, empfiehlt jungen Leuten den Einstieg.
