CLEVERNS - Als sich Michael von Heynitz 1993 auf die freie Stelle in Cleverns bewerben wollte, sei ihm seitens des Schulamtes mit den Worten „Tun sie sich das nicht an“ zunächst dringend davon abgeraten worden. Offenbar gab es damals Unstimmigkeiten im Kollegium.
Von Heynitz bewarb sich trotzdem, bekam die Schulleiter-Stelle und blieb fast 20 Jahre. Am Mittwoch wurde der Sportlehrer nach insgesamt 43 Jahren im Schuldienst in den Ruhestand verabschiedet.
Der Anfang in Cleverns sei zunächst schwierig gewesen, berichtet der Pädagoge. Doch der gebürtige Schweizer Christmut Michael von Heynitz – so sein vollständiger Name – konnte mit seiner ruhigen und sympathischen Art bald alle Wogen glätten.
Ambitionierter Sportler
Zu seiner Verabschiedung kamen Grundschüler, Eltern, Förderer, Freunde und die Mitglieder des Kollegiums. Der Schulchor der Grundschule sang dem ambitionierten Sportler ein Lied. Der Lehrerinnenchor sang eine auf Heynitz zugeschnittene Interpretation von „Ein graues Haar“ und bedankte sich in einer maritim-geprägten Ansprache bei von Heynitz für sein jahrelanges Engagement. Die Leherinnen trugen selbst gedichtete Verse vor, in denen sie von Heynitz geleistete Arbeit an der Grundschule Cleverns Revue passieren ließen: Sie bezeichneten ihn als ihren Kapitän, als Leuchtturm und Rettungsring.
Regierungsschuldirektor Reinhard Witte zitierte Auszüge aus von Heynitz Schulakte. Dort wurde der Pädagoge als freundlich, einfühlsam, abwägend und sensibel im Umgang mit Konflikten beschrieben.
Guter Draht zu Kindern
Bereits in den 1970er Jahren gab es einen Vermerk, wonach von Heynitz eine „erziehlich wirkungsvolle Art entwickelt habe, mit Kindern und Jugendlichen umzugehen“. Reinhard Witte schloss sich diesem Eindruck an.
Bürgermeisterin Angela Dankwardt überreichte ihm einen Gutschein und Blumen. Elternvertreter Jürgen Gerken bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Auch die Dorfgemeinschaft Cleverns und Vertreter der Kirche dankten von Heynitz für die gemeinsamen Jahre und überreichten Präsentkörbe, Gutscheine und Blumen.
Zum Abschluss hatte von Heynitz das „letzte Wort“: Er bedankte sich mit Rosen und Blumensträußen bei seinen Kolleginnen und Förderern. „Ohne meine Mitarbeiter und die Eltern wäre es nie so leicht für mich gewesen. Auch sie haben das Schulleben voran gebracht“, sagte er. Seine Nachfolgerin wird Bettina Golland.
