Cloppenburg - Sichtlich musste Martin Kessens gegen die Tränen der Rührung ankämpfen, als er als Leiter des Cloppenburger Bildungswerks und langjähriger Direktor der Arbeitsgemeinschaften für katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Offizialatsbezirk Oldenburg ans Pult trat. Bei seiner Verabschiedung am Freitag im Bildungswerk Cloppenburg bedankten sich zahlreiche Weggefährten und Mitarbeiter für seine 35-jährige Arbeit in der Erwachsenenbildung.

„Zu sehr haben wir uns mittlerweile an Dein Gesicht gewöhnt“, scherzte Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU), der zugleich Vorsitzender des katholischen Bildungswerkes in Cloppenburg ist. „Ich weiß, dass Du die Lobhudelei nicht magst, aber wir danken Dir für die vielen Jahre und Dein stets offenes Ohr für Deine Mitarbeiter und Kursteilnehmer“, so Wiese.

„Sie waren nie ein kühlkalkulierender Bildungsfunktionär. Es sprang bei Ihnen immer ein starker Funken an Empathie und Herzlichkeit über“, meinte Prof. Dr. Franz Bölsker vom Bischöflich Münsterschen Offizialat. Extra aus Hannover für ihre Dankesrede angereist war Dr. Marie Kajewski, die niedersächsische Landesvorsitzende der KEB. „Wir verlieren an diesem besonderen Tag einen Kollegen, der wie kein Zweiter Zwischenmenschliches erkennt“, sagte Kajewski in ihrer Laudatio, in der sie die Lebensstationen Kessens stets mit passenden Musikstücken aus der Zeit verknüpfte.

Besonders emotional wurde es bei der Dankesrede von Elisabeth Schlömer, der Geschäftsführerin im Offizialat Oldenburg und Geschäftsstellenleiterin in Lohne. Gemeinsam angefangen in den „Kellerräumen“ des Friesoyther Rathauses bedankte sich die langjährige Weggefährtin stellvertretend für alle Pädagogen bei Kessens. „Du hast mich mit dem Bazillus der Erwachsenenbildung infiziert“ lobte sie ihren „einfühlsamen Chef“ und „Anwalt der Schwachen“, welchem sie schließlich mit einem „Oscar“ für sein „Lebenswerk“ in der Erwachsenenbildung dankte.