CLOPPENBURG - Über „die Erforschung von Planeten und Kometen am Beispiel der Raumfahrtmissionen ‚Rosetta‘ und ‚Herschel‘“ referiert Dr. Paul Hartogh am Mittwoch, 16. März, 20 Uhr, beim Aula-Abend des Clemens-August-Gymnasiums. Der gebürtige Cloppenburger hat 1979 sein Abitur am CAG gemacht und ist Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Lindau.
Die Erforschung des Sonnensystems hat in den vergangenen zehn Jahren bahnbrechende Ergebnisse und Einsichten gebracht: Durch den Einsatz von Satelliten mit hoch spezialisierten Messgeräten und Teleskopen, die speziell zu den großen und kleinen Himmelskörpern, den Kometen und Planeten geschossen worden sind. An diesen Forschungen ist Hartogh intensiv beteiligt. Er hat speziell für die neueste Mission ‚Herschel‘, die 2009 gestartet worden ist, die Instrumente mitentwickelt, mit denen die Materie dieser Himmelskörper erforscht werden soll.
Die 2009 gestartete Herschelmission ist ein Projekt der ESA, an dem auch zahlreiche Wissenschaftlicher aus Deutschland beteiligt sind. Sie besteht aus dem bisher größten Weltraumteleskop, das das Universum im fernen Infrarotbereich beobachtet und inzwischen schon spektakuläre Bilder zur Erde gesendet hat.
Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit der Rolle von Wasser und dessen Chemie im Sonnensystem. Dabei werden verschiedene Klassen von Kometen charakterisiert, der Zyklus von Wasser und seine Verteilung auf dem Mars analysiert und die Herkunft des Wassers in den Stratosphären der Gasriesen und des Saturnmondes Titan erforscht.
Hartogh wird anhand von Bildern und Filmsequenzen seine Zuhörer in die Fragestellungen der Missionen einführen, wichtige Ergebnisse anschaulich und verstehbar darlegen und auf diesem Weg einige Geheimnisse unseres Sonnensystems mit seinen Himmelskörpern enthüllen. Eingeladen sind alle, die sich für die astronomische Forschung interessieren.
