CLOPPENBURG - Einen Blick hinter die Kulissen einer Rettungswache haben jetzt die Teilnehmer des Kurses „Ersthelfer“ an der Paul-Gerhardt-Schule Cloppenburg geworfen. Zum Abschluss des Kurses im Rahmen der freiwilligen Nachmittagsangebote besuchten Brendan Müller, Nick Feldbusch, Jens Rat und Vanessa Finder mit ihrer Ausbilderin Bettina Huntemann die Rettungsstation der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in Ahlhorn. Noch während der Besichtigung des Rettungswagens bekamen die Kinder ihre Urkunde ausgehändigt.
Der Kurs „Ersthelfer“ an der Paul-Gerhardt-Grundschule ging in Zusammenarbeit mit dem JUH-Ortsverband Cloppenburg während des vergangenen Schuljahres über die Bühne. In jeweils eineinhalb Stunden wurden die sieben Schülerinnen und Schüler dienstags in den Grundlagen der Ersten Hilfe ausgebildet. So lernten die Kinder, Verbände anzulegen, wie man einen Notruf richtig absetzt und wie eine bewusstlose Person in die stabile Seitenlage gedreht wird.
Zwar hatten die Sieben- bis Neunjährigen „das mit der vorgetäuschten Ohnmacht noch nicht ganz so raus“, denn die „Opfer“ kicherten, obwohl sie eigentlich nicht ansprechbar sein sollten. Doch die Übung machte ihnen trotzdem sehr viel Spaß. „Was Spaß macht, bleibt auch hängen, und was spielerisch gelernt wird, wird im Ernstfall helfen“, betonte Ausbilderin Huntemann.
Denn auch an einer Grundschule kann es zu Ernstfällen kommen. Sei es ein im Hals stecken gebliebenes Kaugummi, ein Stuhl, die plötzlich im Weg steht und über den jemand stolpert, oder Sand in den Augen auf dem Spielplatz. Da ist es wichtig, wenn schon die Schüler erste Hilfsmaßnahmen einleiten können, meinen die Verantwortlichen der JUH.
Noch kurz vor den Sommerferien legten die sieben Schüler eine kleine Prüfung ab, die sie mit Bravur bestanden haben. Als Dankeschön unternahm Bettina Huntemann mit ihnen eine Fahrt, die sie sich selbst aussuchen durften. Entweder Feuerwehr- oder Rettungsdienstbesichtigung standen auf dem Angebotszettel.
Die Kinder entschieden für einen Ausflug zu den Johannitern. „Alles war cool“, freute sich Brendan Müller. Ein Freund von ihm sei schon länger in der Johanniter-Jugend in Cloppenburg.
