Cloppenburg - Unter dem Slogan „echt nachhaltig“ hatte die Gruppe CDU-FDP-Zentrum einige Anträge zum Umweltschutz in Cloppenburg eingebracht. Ein Schul-Wettbewerb war am Mittwochabend Thema im städtischen Schulausschuss.
Sowohl Christian Albers (Sozialliberales Cloppenburg) als auch Jutta Klaus (UWG) und Michael Jäger (Grüne) sperrten sich gegen die Bezeichnung „echt nachhaltig“. Man habe in einem aufwendigen Prozess die Marke „echt Cloppenburg“ entwickelt und fünf Werte entwickelt, die diese Marken mit Leben füllen sollten, erläuterte UWG-Fraktionschefin Klaus. „echt nachhaltig“ passe zwar in die aktuelle Diskussion, nicht aber zum Marken-Konzept. „Wir ärgern uns, dass sich die Gruppe die Marke einverleibt, um ihr eigenes Profil zu schärfen“, kritisierte Klaus.
Gegen diesen Vorwurf wehrte sich Prof. Dr. Marco Beeken (CDU). Man habe schlicht nicht gewusst, dass die „echt“-Reihe nicht fortgeführt werden könne. Beeken nahm aufgrund der Kritik die Formulierung „echt nachhaltig“ in diesem Antrag zurück.
Die SPD könne die „Begriffs-Problematik“ nicht teilen, so Andreas Borchers. Der Sozialdemokrat fragte vielmehr nach der inhaltlichen Ausrichtung. Er brachte eine Unterrichtseinheit mit der Klimaschutzmanagerin Wiebke Böckmann ins Gespräch.
Der Leiter der St.-Andreas-Grundschule, Ingo Götting, sagte Unterstützung für den Wettbewerb zu. Er bat aber darum, die Teilnahme für Grundschulen und weiterführende Schulen zu trennen, um eine gerechtere Bewertung möglich zu machen. Konkret sollen im Wettbewerb kreative und innovative Ideen entwickelt werden, die den Plastikkonsum in der Stadt reduzieren. Der Wettbewerb wurde dem Stadtrat einstimmig zum Beschluss empfohlen. Das Preisgeld soll während der Haushaltsplanberatungen festgesetzt werden.
