CLOPPENBURG - Wenche Burger-Nøstvold, Gertje Kollmann und Vera Wirth: Drei in ihrem Schaffen unterschiedliche Künstlerinnen haben eines gemeinsam: Die Verbundenheit mit der Volkshochschule Cloppenburg (VHS). Diese Gemeinsamkeit führte sie zu einer Ausstellung mit dem Titel „Kunst schafft Veränderung“ zusammen, die am Sonnabend in der VHS eröffnet wurde.

Nach VHS-Leiterin Doris Ostendorf die „Künstlerinnen aus der Region“ sowie rund 50 Kunstfreunde begrüßt hatte, stellten sich die drei Frauen einem Dialog. Mit Burger-Nøstvold suchte die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Dr. Christina Neumann, als Mitveranstalterin der Ausstellung das Gespräch.

Dabei erzählte die gebürtige Norwegerin Burger, wie sie als kleines Mädchen zur Malerei kam. Nachdem sie mit Modellsitzen bei einer Nachbarin begonnen hatte, fertigte sie bereits mit neun Jahren ihre ersten Kohlezeichnungen an. Mit noch nicht einmal 18 Jahren war sie zur Ausbildung nach Münster gegangen und 1971 Lehrerin in Cloppenburg geworden, bevor sie sich seit vier Jahren gänzlich der Kunst – vor allem Installationen – widmet. Wenche Burger-Nøstvold nutzt in ihren Werken Dinge mit Symbolwert, wie die Briefe ihrer Mutter. Dabei laden ihre tief greifenden Erinnerungen zum Dialog ein.

Mit Vera Wirth unterhielt sich VHS-Dozentin Ina-Maria Meckies. Wirth kam über die Mode zur Fotografie. Die anfängliche Modefotografie habe sie jedoch zu sehr eingeengt. Sie wolle nicht nur „abbilden“, sondern das Ganze ausdrücken. Sie fotografiere die Menschen – dabei zeigten sich die Charaktere mit ihren Kontrasten und Brüchen, die es zu ergründen gelte. Allerdings stehe sie lieber hinter der Kamera und nicht im Mittelpunkt, gab Wirth zu.

Anders dagegen Gertje Kollmann: Mina Amiry – ebenfalls VHS-Dozentin – brauchte nicht viel Worte, um etwas von der Malerin zu erfahren. Kollmann sprach freimütig über „Frühlingsgefühle“ und „Männerwelten“, die sie in ihren abstrakten Aktmalereien verarbeitet. Und damit hat sie Großes vor: Sie will mit ihrem Bildern, die sich nur um Menschen drehen, die Welt verändern.

• Zu sehen sind die Werke bis Montag, 14. Dezember in der Volkshochschule, Altes Stadttor 16, Cloppenburg.