CLOPPENBURG - Den Wettbewerb schreibt das Deutsch-Polnische Jugendwerk aus. Die Partnerschaft zwischen der BBS Technik und der Schule aus Kluczbork besteht seit 1993.

Von Carsten Mensing

CLOPPENBURG - Die Berufsbildende Schule (BBS) Technik Cloppenburg und ihre polnische Partnerschule in Kluczbork (Kreuzburg) sind jetzt vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk mit dem ersten Preis im Wettbewerb „JugendMitVerantwortung“ ausgezeichnet worden. Die Organisation würdigte damit ein Projekt zum Thema „Gewalt“, das während eines Austausches im September 2006 zustande gekommen ist. Jede Schule erhält 2000 Euro Preisgeld, das in die seit 1993 bestehende Schulpartnerschaft fließen soll. Insgesamt 140 Schulen aus Deutschland und Polen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt.

Das Thema „Gewalt an unserer Schule“ war auf Vorschlag einer Schülerin ausgewählt worden. Die Jugendlichen – jeweils 18 aus der zwölften Klasse des BBS-Fachgymnasiums Technik und der polnischen Partnerschule – holten selbstständig Informationen ein und präsentierten die Ergebnisse mit Hilfe einer Wandzeitung: „Hinschauen“ und „Nicht Wegsehen“ waren die zentralen Schlagworte. Den Höhepunkt und Abschluss der Projektwoche bildete ein Selbstverteidigungskursus.

Im Juni werden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Petra Sachse und Gabi Bergmann zu einem Gegenbesuch nach Polen aufbrechen. Derweil unterhält die BBS aber nicht nur Kontakte nach Polen. „Wir werden immer europäischer“, kommentierte Schulleiterin Margot G. Wiedenfeld die regelmäßigen Schüleraustausche mit den Niederlanden und Ungarn. Seit kurzem gebe es auch Verbindungen nach Spanien und Finnland. Von den Finnen könne man – so Wiedenfeld weiter – noch einiges lernen. Dort bauten die Schüler unter dem Stichwort „Ganzheitliches Lernen“ ganze Häuser, die dann von der Gemeinde verkauft werden würden.