Cloppenburg - Nach zwei Jahren Bauzeit wurden am Freitag die neuen Räumlichkeiten der St.-Andreas-Grundschule (GS) in Cloppenburg offiziell eingeweiht. Die Grundschule ist in den benachbarten ehemaligen Hauptschulstandort der Marienschule eingezogen.

Für die Inklusions-Grundschule mit rund 290 Schülern wurde unter anderem ein barrierefreier Zugang, ein Aufzug und zwei behindertengerechte WC-Anlagen geschaffen. Darüber hinaus wurden Akustikdecken mit größerem Schallschutz eingebaut. Der Brandschutz wurde durch neue Rauchschutz-Türen und Brandschutzdecken der neuesten Generation verbessert. Neue Fenster senken den Energieverbrauch. Die Aula am ehemaligen Standort der Grundschule wurde zur Mensa für rund 130 Schüler umgebaut. Für eine Küche musste ein Teil angebaut werden.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese sprach bei der Einweihungsfeier von einem guten Tag für die Grundschule St. Andreas. „An der St.-Andreas-Grundschule wurden frische und moderne Räume geschaffen, die den heutigen Anforderungen sehr gerecht werden.“ Schülersprecher Florian brachte es bei seiner kurzen Ansprache auf den Punkt: „Wir Schüler fühlen uns in den neuen Räumen sauwohl.“

Im Rahmen des Projektes, das Architekt Georg Wieghaus aus Cloppenburg betreute, wurde eine Nettofläche von 4000 Quadratmetern bebaut. Die Baukosten betrugen circa 3,5 Millionen Euro.

Hintergrund: Das Bischöflich Münstersche Offizialat wollte seine Oberschulen in Cloppenburg zentrieren. Dadurch wurden die Räumlichkeiten der Marienschule frei. Die Räumlichkeiten der Grundschule St. Andreas waren zu diesem Zeitpunkt bereits sanierungsbedürftig. Es wurde entschieden, dass die ehemaligen Räumlichkeiten der Marienschule grundsaniert werden und die GS St. Andreas anschließend in das Gebäude wechselt.

Im Sommer 2014 war das Schulkonzept in den Ausschüssen der Stadt Cloppenburg vorgestellt worden. Im Februar 2015 folgte die Bestandsaufnahme durch die Planer, im Sommer 2015 gab es dann die offizielle Ausschreibung. Die Baugenehmigung wurde im November 2015 erteilt, im selben Monat wurde auch mit den Bautätigkeiten begonnen. Da das Gebiet der GS St. Andreas jedoch in einem Bereich liegt, in dem während des Krieges Luftbomben abgeworfen wurden, musste vor Beginn der Bauarbeiten ein Bodengutachten erfolgen – inklusive Kampfmittel-Untersuchung.

Im August 2017 konnte die Mensa fertiggestellt werden, im Oktober wurde das komplette Bauprojekt dann abgeschlossen.