CLOPPENBURG - Nach Abnahme der Examensprüfung für die drei Assistenzärztinnen Andrea Beese, Anja Claus und Anke Boden sowie den Assistenzarzt Martin Grzybek hat sich Professor Dr. Joachim Schrader, ärztlicher Direktor des St.-Josefs-Hospitals und Lehrbeauftragter der Medizinischen Hochschule Hannover, zufrieden mit den Ergebnissen gezeigt. Das Cloppenburger Krankenhaus ist Lehrkrankenhaus der Hochschule und bietet den Medizin-Studenten die Möglichkeit, das „Praktische Jahr“ in den Disziplinen Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie und Gynäkologie abzuleisten.

Darüber hinaus erhielt die Klinik in Cloppenburg unterdessen auch die generelle Prüfungserlaubnis für das Staatsexamen für Studenten der Medizinischen Hochschule Hannover. Drei der vier angehenden Ärzte waren in Hannover ausgebildet worden, eine Studentin in Cloppenburg selbst. Nicht jedes Krankenhaus hat die Möglichkeit, die im Praktischen Jahr ausgebildeten Studenten selbst im Examen zu prüfen. Es sei deshalb als Anerkennung der medizinischen Leistungsfähigkeit des St.-Josefs-Hospitals zu werten, dass die Prüfungsbefähigung nicht nur für die in Cloppenburg ausgebildeten Studenten, sondern auch für Studenten aus auswärtigen Krankenhäusern und aus der Hochschule Hannover erteilt worden sei, hieß es.

Das „Praktische Jahr“ ist in drei Tertiale mit jeweils 16 Wochen gegliedert, die an der Heimat-Universität, einem angeschlossenen Lehrkrankenhaus – auf Eigeninitiative auch im Ausland – oder einer anderen inländischen Universität absolviert werden können. Jeweils ein Tertial sind verpflichtend mit der Inneren Medizin und der Chirurgie zu belegen, das dritte Tertial, das so genannte „Wahltertial“, wird nach eigenem Gusto gewählt.

Ziel des „Praktischen Jahres“ ist die Vorbereitung der Studenten auf die selbständige ärztliche Tätigkeit, sowie die Vertiefung und Ausübung des bis dato erlernten Wissens. Gemäß des jeweiligen Ausbildungsstandes, wird der Student zu entsprechenden Tätigkeiten herangezogen und lernt unter ärztlicher Aufsicht, Eigenverantwortung für sein medizinisches Handeln zu übernehmen.