CLOPPENBURG - Den Zeitrahmen ihrer pädagogischen Arbeit erweitert die Paul-Gerhardt-Grundschule zum neuen Schuljahr. Dieses hat der Schulvorstand in seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien beschlossen.
Grundlage dieses neuen Angebotes war eine im vergangenen März erfolgte Elternbefragung. Die Ergebnisse machten es deutlich: Immer mehr Eltern wollen ihre Kinder schon ab 7 Uhr und auch bis 17 Uhr pädagogisch betreut wissen. Dieses neue Angebot gilt für alle Schultage, von Montag bis Freitag, für alle Klassenstufen. Die Sonderzeiten bis 8 Uhr, nach 15 Uhr und am Freitagnachmittag sind für die Eltern kostenpflichtig. Die Zeiten werden durch eigene pädagogische Mitarbeiterinnen und eine Tagesmutter abgedeckt.
Die Befragung der Elternschaft habe ergeben, dass gerade allein Erziehende und berufstätige Eltern auf eine Ganztagsbetreuung angewiesen sind. Die familiären Betreuungssysteme griffen schon lange nicht mehr, so die Schule. „Schon immer haben Eltern nach erweiterten Zeiten gefragt. Wir sind stolz, dass wir dieses nun ab August anbieten können“, freut sich Schulleiterin Martina Reichel-Hoffmann. Dabei verstehe man das erweiterte Ganztagsangebot als familienergänzende Einrichtung. Schule als Lern- und Lebensort sei ein Anspruch aus dem Schulprogramm der Schule, ergänzte Reichel-Hoffmann.
Der Anteil der katholischen Schüler und Schülerinnen in der Paul-Gerhardt-Schule ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Deshalb hat der Schulvorstand die Erteilung von katholischem Religionsunterricht zum kommenden Schuljahr unterstützt. Einmal wird damit dem Schulgesetz Rechnung getragen. Zum anderen ist es der Schule wichtig, dass sich Familien mit ihrem Glauben ernst genommen fühlen.
