CLOPPENBURG - Die ersten Auswirkungen sind zu bestaunen: Die Berufsbildenden Schulen am Museumsdorf wollen „Umweltschule in Europa“ werden. Eines der „grünen Themen“, die Projektkoordinator Robin Schnell und seine Kollegen dafür in den Unterricht einbauten, war die Gestaltung des Schulgartens etwa mit selbst gebastelten Bänken. Entstehen soll zudem eine „Klimahütte“, in der Daten wie Sonneneinstrahlung, Windrichtung oder Luftfeuchtigkeit ermittelt und dokumentiert werden.
Wie kann das Thema Klimaschutz im Unterricht gestaltet werden? Darüber haben sich nun in der BBS am Museumsdorf insgesamt 23 Schulen aus dem südlichen Weser-Ems-Gebiet informiert und ausgetauscht, die an dem Projekt „Umweltschule in Europa“ teilnehmen.
An dem internationalen Programm, das 1990 in Dänemark entwickelt wurde, um Kindern und Jugendlichen mehr Mitspracherechte bei der Gestaltung ihrer Schulumwelt zu ermöglichen, haben sich im Ausschreibungszeitraum 2003/2004 in Niedersachsen mehr als 260 Schulen aller Schulformen beteiligt. Dabei soll in der Schule ein Konzept für mehr Umweltverträglichkeit entwickelt werden. Nach Abschluss des zweijährigen – von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung getragenen – Projektes soll im Oktober 2010 ein Zertifikat die Berufsbildenden Schulen zieren.
Angehende Landwirte und Gärtner (Berufsgrundbildungsjahr) entwickelten neben einem Herbarium, einer Pflanzensammlung, in der erhaltenswerte Arten dokumentiert sind, Nistkästen. Schüler des Fachgymnasiums Agrar analysierten die Energiebilanz von Kühen.
Künftig soll der Umweltunterricht an der Schule weiter ausgebaut werden. Möglich sei, so Schnell, die Schülerfirmen in dieses Projekt einzubeziehen. Entscheidend sei, dass sie nachhaltig und im Einklang mit der Ökologie wirtschafteten, so Schnell. Am Ende dieses Schuljahres soll zudem ein „Tag der Natur“ mit einer Ausstellung im Foyer ausgerichtet werden.
