CLOPPENBURG - Der doppelte Abiturjahrgang erfordert von den beiden Allgemeinbildenden Gymnasien in Cloppenburg erhebliche Anstrengungen. 240 Schülerinnen und Schüler werden am Clemens-August-Gymnasium in die Prüfungen gehen eine logistische Herausforderung wie Schulleiter Heinrich Hachmöller gesteht: Schreiben Sie mal für mehr als 200 Schüler eine Englisch-Klausur, die Aula etwa reiche gerade für 180. 240 Schüler müssen in mündlichen Prüfungen getestet werden und recht schnell eine Note erhalten auch hier tauchen Probleme auf, die wir aber alle gelöst haben, wie Hachmöller betont.
Am Gymnasium Liebfrauenschule (ULF) reicht die Größe der Aula etwa nicht aus, um Abiturzeugnisse zu überreichen, denn statt der bisher eher um die 90 Schüler in einem starken Jahrgang, werden in diesem Jahr rund 160 Abiturienten entlassen. Entlassung und Zeugnis-Überreichung werden in die St.-Josef-Kirche verlegt, sagte ULF-Schulleiter Andreas Weber.
Bis dahin ist es für Schüler und Lehrer aber noch ein weiter Weg. Es gebe viele kleine Dinge, die beachtet werden müssten, so Weber. Nicht zuletzt schlügen etwa die Kopierkosten für die Abiturklausuren in diesem Jahr enorm zu Buche.
Abiturklausuren diese starten ab Ende März von doppelt so vielen Schülern wie normal zu korrigieren, bedeute für die Lehrer einen Berg voll Arbeit. Ein wenig sei die Landesschulbehörde den Lehrern entgegengekommen, so Weber: Die normalerweise mit drei Personen besetzten Fachprüfungsausschüsse würden nur noch aus zwei Pädagogen bestehen, bedeutet: Nur noch Referent und Koreferent beurteilen die Abiturprüfungen. Damit wird weniger Personal gebunden.
Für CAG-Schulleiter Hachmöller erschwert diese Novelle aber die Arbeit, schließlich sei es so schwerer, zu einer Note zu finden als in einer Dreier-Konstruktion, in der schneller Mehrheiten zustande kämen.
Das CAG hat für die Überreichung der Abitur-Zeugnisse und den anschließenden Abi-Ball wie bereits in den vergangenen Jahren die Münsterlandhalle gebucht, rund 1000 Gäste werden erwartet. Schulleiter Hachmöller: Bezahlen muss das die Schule, aber wir haben dafür eigentlich kein Geld.
Auch für den Abiball der Liebfrauenschule kam nur die Münsterlandhalle in Betracht, da die einzige weitere Lokalität in dieser Größenordnung die Stadthalle traditionell vom Wirtschaftsgymnasium gebucht ist, berichtete das Schülersprecher-Team Franziska Knagge, Hannes Blömer und Simon Aumüller.
Vermehrten Stress aufgrund des großen Abiturjahrgangs konnten sie bislang nicht feststellen. Eine Herausforderung war allerdings die Koordination innerhalb der Schülerschaft. Denn es habe schlicht keinen Raum gegeben, in dem alle Abiturienten Platz gefunden hätten. Vieles musste über das Internet oder Mund-zu-Mund-Propaganda geklärt werden.
