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Bildung Marionetten, Odysseus und Eine-Welt-Laden

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CLOPPENBURG - Mit einem Tag der offenen Tür hat sich am Sonnabend das Cloppenburger Gymnasium Liebfrauenschule vorgestellt. An der Bildungseinrichtung in kirchlicher Trägerschaft unterrichten rund 80 Lehrkräfte knapp 1000 Schüler.

Das Informationsprogramm sprach vor allem diejenigen Eltern an, deren Kinder nach den Sommerferien auf ein Gymnasium gehen wollen. Geboten wurden sportliche Aktivitäten, sprachliche Darbietungen in den Fremdsprachen Englisch, Französisch, Latein und Spanisch sowie praktische Demonstrationen in den Naturwissenschaften.

„Einmaliges Profil“

Darüber hinaus präsentierten sich die Fächer Kunst und Musik, die an der Liebfrauenschule in einem Profil unterrichtet werden, das „im Landkreis einmalig“ sei, so Schulleiter Andreas Weber. Dabei stehen den Schülerinnen und Schülern sechs verschiedene Modelle zur Wahl. Neben der klassischen Variante von Kunst- und Musikunterricht gibt es die Möglichkeit, ein Streich- oder Blasinstrument intensiv zu erlernen oder sich speziell in Chormusik ausbilden zu lassen. Im Fach Kunst hat man die Wahl zwischen einem intensivierten Unterricht im Bereich Zeichnen und Malerei oder in der plastischen Kunst.

Die zehnjährige Marie aus Cloppenburg nutzte den Tag zusammen mit ihren Eltern, um sich ein Bild vom vielfältigen Angebot des Gymnasiums zu machen. Besonders angetan war sie dabei vom Marionetten-Theater einer sechsten Klasse und von der „Irrfahrt des Odysseus“, einem Theaterstück der Lateinklasse im siebten Jahrgang. Das führte dazu, dass Marie ihr Urteil über diese Fremdsprache revidierte: „Ich dachte, Latein ist langweilig.“

In einer zentralen Veranstaltung informierte Schulleiter Weber gemeinsam mit Maria Hüsers-Koops, zuständige Koordinatorin für die Sekundarstufe I, und Christoph Ketteler als Vertreter der Schulpastoral, über das Spezielle an einem freien Gymnasium in katholischer Trägerschaft. „Natürlich ist grob betrachtet nichts anders als an einer anderen Schule. Jedoch haben wir ein stark christliches Fundament, das uns einen speziellen Blick auf den einzelnen Menschen gewinnen lässt“, so Weber.

Morgenmeditation

Wie sich dies zeigt, wurde dann von Ketteler und Hüsers-Koops veranschaulicht. Ketteler verwies auf die tägliche Morgenmeditation zum Beginn des Schultags und die wiederkehrenden Schulgottesdienste oder die religiösen Orientierungstage in der Oberstufe. Hüsers-Koops legte in ihrer Ansprache den Schwerpunkt auf den Start an der neuen, „großen“ Schule. Durch eine insgesamt intensive Betreuung mittels „Klassenpaten“, der Kennenlerntage und eines kleinen Lehrerteams würden die Schülerinnen und Schüler abgeholt und in das große System „Gymnasium“ eingeführt. „Schließlich ist es nicht unerheblich, dass man sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt“, so Hüsers-Koops.

Ein Schüler der Unterstufe stellte stellvertretend vor, wie sich das christliche Fundament darstellen kann, indem er von seinem Engagement in der Arbeitsgemeinschaft „Eine-Welt-Laden“ berichtete.

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