CLOPPENBURG - An einem neuen „Comenius-Projekt“ beteiligt sich das Clemens-August-Gymnasium (CAG) und hat dafür in dieser Woche Lehrer aus fünf anderen europäischen Ländern bei sich begrüßt. Die Cloppenburger Pädagogen haben gemeinsam mit ihren Kollegen aus Italien, Spanien, Frankreich, der Türkei und Litauen die inhaltlichen Schwerpunkte der Zusammenarbeit besprochen und den zeitlichen Ablauf koordiniert. „Und bei sechs Schulen mit unterschiedlichen Ferienzeiten ist das gar keine leichte Aufgabe“, sagte der Gymnasiallehrer Martin Liebske am Donnerstag bei einem Pressegespräch.

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt, wobei das Ziel verfolgt wird, Schüler aus verschiedenen europäischen Ländern ins Gespräch zu bringen. „In diesem Fall arbeiten Mädchen und Jungen aus ganz unterschiedlichen Regionen Europas zusammen. Das wird sicher sehr interessant“, sagte die Projekt-Leiterin aus Spanien, Maria Pilar Bonet.

Insgesamt dreimal werden sich Schüler und Lehrer in Italien, Frankreich und zur Abschlusskonferenz in Spanien treffen. Wobei aus Cloppenburg jeweils fünf Neuntklässler mitfahren werden.

Der Austausch beschränkt sich jedoch nicht auf die Treffen, sondern soll in erster Linie über das Internet stattfinden. Die Arbeitssprache dabei ist Englisch. Erstmalig haben die Pädagogen des Gymnasiums dafür ein entsprechendes Forum online gestellt. Auch an einer Videokonferenzschaltung wird getüftelt.

Jeweils zwei Schulen bereiten dafür spezielle Audio- oder Videobeiträge vor und sollen die anderen mit provokanten Thesen zur Diskussion anregen. Während beispielsweise Litauen und Deutschland das Thema Tierversuche aufbereiten, werden Spanien und die Türkei einen Beitrag zur Todesstrafe ins Internet stellen. Nachdem die Gäste am Dienstag von die Bläserklasse willkommen geheißen worden waren, zeigten ihnen vier Schüler in einer englischsprachigen Führung das Gymnasium. Anschließend stellten die Besucher ihre Schulen und Städte in der Klasse 9c vor.

Während das Clemens-August-Gymnasium schon zum dritten Mal an einem derartigen Projekt teilnimmt, ist dies für einige der anderen Schulen eine neue Herausforderung. Dennoch sind die Pädagogen im Zeitplan. „Denn die Zusammenarbeit klappt gut und ist sehr produktiv“, sagte Liebske.