CLOPPENBURG - Das von der EU geförderte Projekt läuft drei Jahre. Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe sind entscheidend mit eingebunden.
von michael loots
CLOPPENBURG - Es gibt immer mehr übergewichtige Kinder und Jugendliche. Und nicht nur die jungen Deutschen schlagen sich mit überflüssigen Pfunden herum, sondern auch die benachbarten Teenager in der Europäischen Union. Deshalb haben das Clemens-August-Gymnasium (CAG) in Cloppenburg und fünf Schulen aus Spanien, Ungarn, Slowenien, Polen und Österreich das schwergewichtige Problem in den Fokus gerückt.13 Pädagoginnen und Pädagogen entwickeln innerhalb des europäischen Bildungsprogrammes „Comenius“ das Projekt „Enjoy your life – eat properly“ (Genieß dein Leben – ernähre dich richtig). In dieser Woche erarbeitet die internationale Lehrergruppe in Cloppenburg die inhaltliche Struktur, und nebenbei lernen die zehn ausländischen Gäste auch noch die Stadt und die Region kennen. Auf der Meyer-Werft in Papenburg und im Umweltzentrum in Stapelfeld waren sie bereits, gestern ging es ins Cloppenburger Museumsdorf.
Im kommenden ersten Jahr des Projektes untersuchen zunächst die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen in den beteiligten Schulen die Voraussetzungen für eine gesunde Ernährung und ihren Einfluss auf den Körper. Sie machen sich auch ihre eigenen Essgewohnheiten bewusst und vergleichen sie mit denen der anderen Schüler. Dabei sollen sie auch religiöse, gesellschaftliche, wirtschaftliche und geographische Einflüsse herausarbeiten. Im zweiten Jahr geht es an den Herd. Auf der Basis der erarbeiteten Ergebnisse bereiten die Jugendlichen der Partnerländer gesunde Gerichte für ihre Altersgruppe zu. Die Rezepte inklusive Analyse und Funktion der Zutaten werden in einem gemeinsamen Buch zusammengetragen. Im dritten Jahr sollen die jungen Leute die jeweils in ihren Ländern gängige Werbung, die Beeinflussung und mögliche Manipulationen analysieren. Sie sollen schließlich eigene Werbung für gesundes Essen kreieren. Alle Ergebnisse werden auf einer CD festgehalten und veröffentlicht.
Außerdem werden die jungen CAGler, Ungarn, Polen, Slowenen, Spanier und Österreicher auf einer schulinternen Internetplattform ihre Ergebnisse kommunizieren und das Ernährungsprojekt weiter entwickeln, damit auch Schülerinnen und Schüler anderer Jahrgänge von der Initiative profitieren.
