CLOPPENBURG - Der Anbau kostete rund 670 000 Euro. Der 40 Jahre alte Pavillon mit Mobilklassen wird zu Gunsten eines größeren Schulhofes abgerissen.

von michael loots

CLOPPENBURG - Das Clemens-August-Gymnasium (CAG) in Cloppenburg, mit 1600 Schülerinnen und Schülern das größte im Landkreis, ist für die Zukunft gerüstet. Mit dem Anbau und der Nutzung von sechs weiteren Klassen ist die Raumnot der Vergangenheit aller Voraussicht nach endgültig behoben.

Die Erweiterung auf nunmehr 64 Allgemeine Unterrichtsräume – hinzu kommen die Fachräume – führt sogar dazu, dass der 40-jährige baufällige „Pavillon“ mit vier Mobilklassen als Behelf endlich abgerissen werden kann. Die dann freie Fläche wird genutzt, um den Schulhof zu vergrößern.

Landrat Hans Eveslage, der gestern mit Direktor Heinrich Hachmöller, Schulamtsleiter Theodor Deeken, Architektin Dorothee Münchow und dem Schulausschussvorsitzenden Georg Drees den Anbau in Augenschein nahm – aus diesem Anlass wurde in jeder Klasse ein Kreuz aufgehängt –, hofft, „dass das der letzte Neubau am CAG war.“

Die zweigeschossige Erweiterung des CAG hat die Steuerzahler rund 670 000 Euro gekostet. Das Gebäude schließt nördlich an einen ersten Bauabschnitt an, in dem bereits 2005 zwölf Klassen und zwei Fachräume geschaffen worden waren. Schon damals war die Planung so angelegt worden, dass eine Anbindung problemlos möglich war.

Gleichwohl müssen bis 2011 weitere 13 Mobilklassen jüngeren Datums und vier angemietete Klassen in der Kreishandwerkerschaft weiter genutzt werden. Denn die Schülerzahlen steigen im kommenden Jahr noch einmal auf geschätzte 1650, die Schulleitung prognostiziert in der Folge maximal 1700. Alle diese Kinder und Jugendlichen können allerdings durch die jetzigen Voraussetzungen adäquat beschult werden. Einen Puffer will der Landkreis dennoch durch den Kauf des jetzigen Finanzamtes – das Geld für ein neues Finanzamt nahe der Bether Straße ist vom Land bewilligt – installieren. Im alten Finanzamtsgebäude, wenn auch nicht schulisch ausgerichtet, sollen künftig bis zu drei Räume bei Engpässen als Klassen genutzt werden können.

In vier Jahren ist dann wieder Entspannung in Sicht, denn nach Einführung des Abiturs nach Klasse 12 fällt die 13. Jahrgangsstufe weg. Außerdem wird in den kommenden zehn Jahren auch die demographische Entwicklung mit weniger Kindern auf den geburtenstarken Kreis Cloppenburg durchschlagen.