Cloppenburg - Des einen Freud ist des anderen Leid: Während zurzeit vor allem die Landwirte unter der massiven Trockenheit stöhnen, bietet diese den Dachdeckern und Zimmerleuten die Gelegenheit, in Windeseile der Cloppenburger Grundschule Paul Gerhardt ein neues – immerhin 1400 Quadratmeter großes – Dach zu verpassen.
Und das ist auch dringend nötig: Denn das mehr als 60 Jahre alte Dach ist undicht und die alte Dachrinne ebenfalls: „Bei Regen tropfte es an vielen Stellen“, berichtete Bauamtsleiter Armin Nöh jetzt während eines Ortstermins. Die 105 000 Euro teure Maßnahme solle am 3. August beendet sein.
Die alte Dacheindeckung bestand aus vermörtelten Pfannen. Diese wurden entsorgt – genauso wie die darunterliegende alte Verlattung. „Die jetzt zu sanierenden Dachflächen erhalten eine Unterspannbahn, eine neue Lattung und Tondachpfannen“, erklärte Sachgebietsleiter Günther Penning. Nach Abschluss der Maßnahme seien alle Pfannendachflächen im eingeschossigen Bereich saniert.
Nicht außen, sondern innen wird derweil die Oberschule Pingel Anton auf Vordermann gebracht. In dem Bau aus den 1960er Jahren werden zurzeit auf einer Grundfläche von 250 Quadratmetern die Verwaltungsräume und das Lehrerzimmer – teilweise auch energetisch – saniert. „Das Lehrerzimmer bekommt eine neue Akustikdecke und einen geräuschdämmenden Nadelfilzboden“, erklärte Nöh. Dies sei nötig, wenn sich in den Pausen mehrere Dutzend Lehrer gleichzeitig unterhielten.
Darüber hinaus wird einmal durchgestrichen und der Fußboden überarbeitet. Die Elektroinstallation wird erneuert – u.a. mit dem Einbau eines neuen Serverschranks und der Installation von rund 1400 Metern Datenleitungen.
Das Investitionsvolumen liegt bei 60 000 Euro. Auch diese Maßnahme soll am Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.
Derweil beschäftigt sich die Stadtverwaltung gedanklich bereits mit einer Aufstockung des eingeschossigen Mittelteils der Wallschule. Hier könnten acht zusätzliche Klassenräume geschaffen werden, hieß es. Wenn im Bereich der Krippen- und Kindergärten immer mehr Betreuungsplätze geschaffen würden, müssten natürlich auch die Grundschulen mitwachsen, so Nöh. Denn aus Kleinkindern würden irgendwann Schulkinder.
Im abgelaufenen Schuljahr besuchten rund 270 Mädchen und Jungen die Wallschule. Darüber hinaus gab es eine Schulkindergarten-Gruppe.
