CLOPPENBURG - Insgesamt 34 Frauen und Männer aus dem Kreis Cloppenburg dürfen in Zukunft dem edlen Weidwerk frönen. Sie alle haben jetzt ihre Jägerprüfung erfolgreich absolviert und ihren Jägerbrief in die Hand bekommen. „Geben Sie ihr Wissen in die Hegeringe und Jägerschaften weiter“, empfahl der Vorsitzende der Jägerschaft, Rainer Diekmann, bei der Aushändigung der Zertifikate im „Haus der Jäger“ in den Bührener Tannen.
Dass das Bestehen der Jägerprüfung nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen ist, mussten die „Jungjäger“ nicht nur bei der Prüfung, sondern auch bei der monatelangen Vorbereitung feststellen. So hätten viele Teilnehmer zu Beginn der Ausbildung eine „Sau“ nicht von einem „Keiler“ unterscheiden können.
Mit dem Ablegen der Jägerprüfung – so Diekmann weiter – hätten die Teilnehmer aber unter Beweis gestellt, dass ihnen Natur, Wild und Weidwerk viel bedeuteten. Jagd hieße nicht nur „Beute machen“, sondern Verantwortung für Wild und Natur zu zeigen. Die Lehrzeit sei nun zwar beendet, aber die Lernzeit werde einen das ganze Jägerleben lang begleiten. „Jagen Sie mehr mit dem Herzen als mit der Waffe. Sie sind als Jägerin und Jäger privilegiert. Denken Sie immer an das Wild und an die Handhabung der Waffe“, so Diekmann. Der Jäger müsse ein verlässlicher Partner der Natur sein.
Besonderer Wert wurde derweil auf die Waffenkunde und die größtmögliche Sicherheit im Umgang mit dem Gewehr gelegt. „Lassen Sie sich als Jungjäger nicht unter Druck setzen, handeln Sie besonnen und umsichtig auf der Jagd und im Umgang mit den Jagdkollegen“, ermahnte der Vorsitzende die Prüflinge.
Darüber hinaus forderte Diekmann alle Teilnehmer auf, der Jägerschaft Cloppenburg als Mitglied treu zu bleiben. Die Jägerschaft Cloppenburg sei die größte Vereinigung in Niedersachen und das „soll so bleiben, damit man in der Landesjägerschaft ein gewichtiges Wort mitreden kann“, Diekmann.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben innerhalb ihrer viermonatigen Ausbildung mehr als 80 Termine rund um Jagd, Naturschutz, Rechtsfragen und Waffenkunde absolviert, um sich der Prüfung unter Leitung von Kreisjägermeister Herbert Pitann zu stellen. Beim Letzterem bedankte sich Diekmann ebenso wie bei Josef von Höven und Franz Schnieders für die gute Ausbildung am „Kipphasen“. Für die Zukunft wünschte Diekmann den Jungjägern „viele jagdliche Anblicke, Passion und ordentliches Herzklopfen nach dem erfolgreichen Schuss“.
