CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Das zweite Zentralabitur in Niedersachsen nächstes Jahr wird teilweise aus Cloppenburg mitgestaltet. Die beiden Lehrer des Clemens-August-Gymnasiums, Reinhold Haske und Gisela Kläne, sind vom Kultusministerium in die sechs- bis achtköpfigen Kommissionen für Mathematik bzw. Französisch berufen worden. Sie entwerfen aus den Vorschlägen von ein Dutzend ausgewählter Schulen in Niedersachsen die Aufgaben für das Abitur 2007 an den allgemein bildenden Schulen.

Haske und Kläne gehören am CAG der Schulleitung an. Der 52-Jährige ist Koordinator für Mathematik und Physik, die 56-Jährige für Fremdsprachen. „Die Berufung ist eine Auszeichnung für die Schule und eine Anerkennung der Arbeit in unserer Fachschaft“, meint Haske. „Ich freue mich, dass ich für diese Aufgabe ausgewählt worden bin“, sagt Kläne. „Ich sehe darin eine Bestätigung meiner Kompetenz.“ Die Arbeit in der Kommission ist nicht auf das Abitur 2007 beschränkt. Ausnahme: Kläne und Haske sind selbst Leiter eines Leistungskursus in Französisch bzw. Mathematik oder eines der eigenen Kinder würde Abitur machen.

Das eigene Abitur der beiden Lehrer liegt schon einige Jahrzehnte zurück. Der Emsteker Reinhold Haske war selbst Schüler des CAG, wo er 1973 das Reifezeugnis erhielt. Seit 1980 unterrichtet er Mathematik und Physik am CAG. Kläne machte ihr Abitur 1969 an der Liebfrauenschule Vechta. Sie erhielt ihre erste Lehrerstelle 1977 am damaligen Gymnasium 2 in Cloppenburg und kam durch die Fusion 1984 ans CAG, wo sie Französisch und Englisch unterrichtet.

Zur Aufgabe der Abitur-Kommissionen gehört es auch, mögliche Fehler aus der gerade beendeten Premiere des Zentralabiturs zu korrigieren. Ein Kritikpunkt war die Formulierung mancher Abituraufgaben, die nicht jedem Schüler verständlich war. „Nach dem ersten Zentralabitur können wir unserer Schüler den Druck nehmen“, erklärt Haske. Die Aufgaben am CAG seien in den vergangenen Jahren vielfach schwieriger gewesen. „Tippfehler in Aufgaben sind im Fach Mathematik tödlich, anders als in Englisch, wenn mal ein Wort falsch geschrieben ist.“ Das Zentralabitur hat für die nachfolgenden Schüler und Schülerinnen auch einen Nutzen. Die Aufgaben des Abiturs 2006 werden ins Internet gestellt. Haske: „So können sich die Schüler schon mal orientieren.“