CLOPPENBURG - Der Sprachheilkindergarten in Cloppenburg hat am Sonnabend seinen 25. Geburtstag mit einem „Tag der offenen Tür“ gefeiert. Während sich einige Kinder vom Clown Christoph Zauberkunststücke oder vom Jongleur Paul in seiner Diabolo-Show geschicktes Jonglieren zeigen ließen, nutzten andere die Gelegenheit, mit einem ordentlichen Wasserstrahl und der Unterstützung der Cloppenburger Feuerwehr im Cloppenburger Rathaus die Fenster einzudrücken. Allerdings war Letzteres ein Nachbau aus Pappe.
Andere Kinder ließen sich schminken oder bastelten im Gruppenraum. Schwierig und schweißtreibend war die Aufgabe, ein Stück Holz so abzusägen, dass es möglichst 275 Gramm wog. Die Eltern nutzten die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen über das Angebot des Sprachheilkindergartens zu informieren.
Bereits am Freitag gab es in den Räumen des Sprachheilkindergartens einen Festakt unter anderem mit Grußworten von Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU) und der Leiterin des Jugendamtes, Irmgard Lottmann. Als Gastredner sprach Anselm Bajus vom Niedersächsischen Landessozialamt Oldenburg zum Thema Sprachförderung.
Den Kindergarten mit besonderer Förderung der sprachlichen Entwicklung von vier- bis siebenjährigen Kindern gibt es in Cloppenburg seit 1984. Los ging es an der Friesoyther Straße mit zwei Gruppen. Bereits 1986 zog der Kindergarten mit drei Gruppen in die Paul-Gerhardt-Schule und unterhielt in Molbergen zwei weitere Gruppen.
Das Gebäude in der Bachstraße bezog der Sprachheilkindergarten 1996. Heute würden in Cloppenburg 40 Kinder in fünf Gruppen und acht Kinder in der Nebenstelle Friesoythe zumeist spielerisch an die Sprache herangeführt, so Leiterin Karin Ziehm. Neben der Sprachtherapie werde auch die Förderung anderer wichtiger Entwicklungsbereiche angeboten, die mit „der Sprache“ in enger Beziehung stehen.
Bevor ein Kind im Sprachheilkindergarten aufgenommen werden kann, müsse es dem Fachberater im Gesundheitsamt vorgestellt werden, so Ziehm. Die zeitlich befristete Förderung ermögliche 80 Prozent der Kinder die Rückkehr in den Regelkindergarten oder der Grundschule.
